Herbrechtingen / Edgar Deibert Der Heidenheimer Nicola De Zolt gewinnt bei der 23. Auflage den Halbmarathon. Über die zehn Kilometer setzte sich Julia Laub vom SV Mergelstetten durch. Beide Strecken waren aber kürzer als sonst.

Sorgenvoll richteten sich die Blicke der Teilnehmer und Organisatoren des 23. Eselsburger-Tal-Laufes am Sonntag, 7. Juli, auf den dunklen Himmel und das aufziehende Gewitter. Bis zum Start blieb aber lediglich ein Regenschauer übrig, der die Teilnehmer ins Eselsburger Tal entließ.

Letztlich verbuchte der Lauftreff Herbrechtingen 719 Anmeldungen, im Ziel kamen 698 Athleten an. Im Vergleich zum Vorjahr war es ein deutlicher Rückgang an Startern (2018 wurde mit 851 ein neuer Rekord aufgestellt), was allerdings wohl auch am Wetter gelegen haben mag. Schließlich war es in den vergangenen Wochen sehr heiß.

Bedingt durch die Baustellen rund um die neue Bibrishalle wurden in diesem Jahr Änderungen im Streckenverlauf nötig. So war der Halbmarathon (eigentlich 21,1 Kilometer) knapp 200 Meter kürzer. Die eigentliche 10-Kilometer-Strecke war etwa nur 9,5 Kilometer lang, weswegen sich die Zeiten mit denen aus den Vorjahren schwerer vergleichen lassen. Als erste Großveranstaltung hat zudem die neue Bibrishalle ihre Bewährungsprobe mit kleinen Hindernissen bestanden.

Auch dank der kühleren Temperaturen erzielten die Athleten schnelle Zeiten. „Die Bedingungen waren perfekt und haben wohl jedem Läufer in die Karten gespielt“, sagte Julia Laub vom SV Mergelstetten. Die 27-Jährige gewann über die 9,5 Kilometer bei den weiblichen Startern in 37:31 Minuten.

Dabei ging Laub äußerst spontan an den Start, wozu sie sich erst am Samstagabend entschied. Im Schnitt lief sie den Kilometer etwas unter vier Minuten und war damit sehr zufrieden. Zugleich sei es für sie ein Testlauf für die kommende Saison gewesen. Ende September will Laub nämlich beim Berlin-Marathon starten.

Zugleich lobte sie den Auftritt von Nicola De Zolt. „Er hat eine geniale Leistung abgeliefert.“ Dabei ist es im Eselsburger Tal aufgrund des Untergrunds und der Höhenmeter immer etwas schwieriger.

„Für mich war es sehr angenehm und gut zu laufen“, erklärte De Zolt (Team Nubuk Sport). Der 27-Jährige bekam nach eigener Aussage besser Luft als im Vergleich zum Heidenheimer Stadtlauf, bei dem die Temperaturen schnell an die 30 Grad Celsius kletterten. Anfang Juni benötigte De Zolt daher für den Halbmarathon 1:21:14 Stunden, beim Eselsburger Tal-Lauf siegte er in 1:15:58 h und stellte nebenbei eine neue persönliche Bestleistung auf. Auch wenn letztlich 200 Meter gefehlt haben.

„Ich hatte gleich ein gutes Gefühl. Am Anfang gab es etwas Regen, aber von den Temperaturen her war es für mich perfekt“, sagte De Zolt. Ab Kilometer sechs setzte er sich an die Spitze und lief letztlich ein einsames Rennen. „Ich bin glücklich“, so der gebürtige Italiener.

Allerdings war es auch erst der vierte „Halbmarathon“ des Heidenheimers, der aufgrund seiner ehemaligen Arbeitsstelle nicht so häufig an Wettkämpfen teilnehmen konnte. Nun könnte es durchaus sein, dass er öfter an Rennen teilnehmen werde, ließ De Zolt wissen.

Neuer Defibrilator aus Spenden

Der Lauftreff Herbrechtingen hatte zwei Spenden-Projekte initiiert. Zum einen wurde jeweils ein Scheck über 2000 Euro an den Förderverein der Pistorius-Schule und für die Anschaffung eines Defibrillators für die neue Halle, an die Stadt Herbrechtingen übergeben.