Heidenheim / Thomas Jentscher Das Gesicht des Heidenheimer Baseballteams wird sich 2019 deutlich verändern.

Nach der Saison 2018 haben einige Leistungsträger die Heideköpfe verlassen: der langjährige 3rd-Baseman Jay Pecci und der amerikanische Werfer RJ Hively haben ihre Karrieren beendet, Sascha Lutz wechselt zum Erstliga-Konkurrenten Mannheim Tornados und wird dort Spielertrainer, zudem hat sich Stefan Karpf studienbedingt dem Zweitligisten Tübingen Hawks angeschlossen.

Der Rest der Mannschaft bleibt zusammen, Johannes Krumm will nach seiner langen Verletzungspause auch als Pitcher wieder voll angreifen und auch zwei Neuzugänge stehen bereits fest. Aus Mannheim kommt Fernando Escarra. Der Südamerikaner mit italienischem Pass ist ein guter Schlagmann, der insbesondere für Entlastung von Simon Gühring auf der Catcherposition sorgen soll und das ein oder andere Inning pitchen kann.

Mit Yannick Walther von den Stuttgart Reds schloss sich außerdem eines der größten Talente im deutschen Baseball den Heideköpfe an, der 15-Jährige soll zusammen mit Eigengewächs Luca Hörger das Jugendteam anführen, mit diesem zusammen mittels Sondergenehmigungen bereits 2. Bundesliga spielen und mittelfristig dann auch in der 1. Liga zum Zug kommen.

Möglicherweise kommt noch die ein oder andere weitere Verstärkung hinzu, insgesamt werden die Lücken aber vor allem mit den eigenen, meist jungen Kräften aufgefüllt. Eckle will Spielern wie Elian Gentner, Marcel Giraud, Tristan Hurler und Sammy Tsopatalo noch mehr Einsätze in der ersten Mannschaft geben.

Wie geht es Mitch Nilsson?

Noch offen ist die sportliche Zukunft von Mitch Nilsson, der in Spiel vier der Finalserie in Bonn durch eine unfaire Aktion eines Gegenspielers verletzt wurde, sich mehrere Bänderrisse im Arm und Haarrisse im Knochen zugezogen hat. Er ist wieder in Australien, hofft noch, in dieser Saison für seinen Heimatverein Brisbane spielen zu können und würde nächstes Jahr im Sommer auch gerne nach Heidenheim zurückkehren.

Wann es für den vielseitig einsetzbaren 27-jährigen, der 2018 mit Abstand die meisten Homeruns geschlagen hat, weitergeht, lässt sich aber noch nicht sagen. Wenn Nilsson operiert werden muss, droht eine lange Pause, vielleicht sogar das Karriereende. „Wir halten ihm auf jeden Fall so lange wie möglich einen Platz frei“, sagt Eckle, der den sympathischen Australier aus mehreren Gründen gerne wieder im Team sehen würde.