Handball-Bezirksoberliga

Warum Konstantin Rendle bei den Heidenheimer Handballern überragt

Das war wichtig! Im Kampf um den Klassenerhalt haben sich die Handballer des Heidenheimer Sportbundes mit 38:36 beim HcB Lauterach durchgesetzt. Konstantin Rendle, mit zwölf Treffern bester Torschütze, erzählt auch von schlechten Tagen und Blasen an den Händen:

Saisonbestleistung: Zwölf Tore hat Konstantin Rendle beim Handballclub Bodensee Lauterach erzielt. Und führte so die Handballer des Heidenheimer Sportbundes zum 38:26-Sieg beim österreichischen Vertreter (südlich von Bregenz) der Bezirksoberliga. „Da lief es fast schon von allein, es hat alles gepasst“, sagt der 28-Jährige über seine persönliche Torausbeute.

Dass es auch andersherum laufen kann, bekam der Rückraumspieler im Heimspiel gegen Feldkirch mit: Da blieb Konstantin Rendle nämlich ohne einen Treffer. „Ich war nicht ganz fit, es war überhaupt nicht mein Tag“, sagt er zur Heidenheimer 27:30-Niederlage Ende Januar. Wohlgemerkt gegen den aktuellen Spitzenreiter.

Von dieser Tabellenregion ist der HSB allerdings weit entfernt. Das Spiel in Lauterach konnte man getrost als Kellerduell bezeichnen. Die Gastgeber sind Schlusslicht, die HSBler belegen den drittletzten Tabellenplatz – nach aktuellem Stand soll es drei Absteiger geben. „Der Sieg war deshalb umso wichtiger“, sagt Konstantin Rendle.

HSB-Trainer Manuel Maresch. Foto: Rudi Penk

Auffällig dabei: Der HSB hat bislang die meisten Tore der Liga erzielt (474). Allerdings auch die meisten Gegentreffer hinnehmen müssen (516). Trainer Manuel Maresch begründet das unter anderem mit der schnellen Spielweise seines Teams. Und: Der HSB bezog drei deutliche Niederlagen. „Das verfälscht das Bild ein wenig“, sagt Maresch. Zum Beispiel gab’s bei der HSG Langenau/Elchingen II eine 27:44-Schlappe. „Das war übel“, erinnert sich Konstantin Rendle.

Dass es wiederum im Angriff so gut läuft, sei auch ein großer Verdienst von Rendle, sagt Trainer Maresch, dem er eine überragende Saison attestiert. Bislang kommt der 28-Jährige auf 92 Tore (im Schnitt 6,13 pro Spiel). Dahinter folgen Cedric Kascha (77/5,13 im Schnitt) und Benjamin Hug (72/5,53 im Schnitt).

Sicherlich kommen einige Tore im kommenden Heimspiel gegen die HSG Langenau/Elchingen II am Sonntag dazu (17 Uhr, Sporthalle des Werkgymnasiums). Vielleicht spielt dem HSB im Rückspiel in die Karten, dass in der heimischen Halle Harzverbot herrscht. „Wir haben uns mittlerweile gut daran gewöhnt. Probleme gibt’s eher auswärts, wenn mit Harz gespielt wird“, sagt Konstantin Rendle. Die Hände seien Harz nicht mehr gewöhnt, was bei manchen zu Blasen führe.

Gegen den Tabellenletzten standen wir unter Druck. Gegen Langenau können wir sicherlich befreit aufspielen.

Manuel Maresch, Trainer des HSB, über das kommenden Heimspiel gegen Langenau/Elchingen II

Er betont zudem: „Wir wollen zeigen, dass wir nicht unten hingehören.“ Ähnlich sieht es Manuel Maresch, der den elften Tabellenplatz als „unnötig“ bezeichnet. „In sechs Spielen sind wir an uns selbst gescheitert“, so der Coach, der anfügt: „Gegen den Tabellenletzten standen wir unter Druck. Gegen Langenau können wir sicherlich befreit aufspielen.“