Herbrechtingen / Jochen Gerstlauer Dabei erzielte Dennis Wurelly kurz vor Schluss den Endstand.

Was ein Déjà-vu ist, wissen die Landesliga-Handballer der SHB ganz genau: In den vergangenen Spielen dominierten die Mannschaft von Trainer Cosmin Popa über weite Strecken die Partien, war aber nicht in der Lage, 60 Minuten konstant diese Leistung zu bringen und brachte sich ein ums andere Mal um den Lohn der Mühe. Auch im Heimspiel gegen den SC Vöhringen gab’s am Ende nur ein 28:28.

Gegen die Gäste um Trainer Andrea Möller, der einst selbst zwei Jahre lang das SHB-Trikot trug, musste Popa auf Fabien Kresse verzichten. Zudem gingen sowohl Paddy Jäger, als auch Michi Kling aufgrund von Kniebeschwerden angeschlagen in die Begegnung. Nach wenigen Minuten fiel Kling ganz aus.

Die Zuschauer sahen ein ausgeglichenes Spiel. Nach einem zwischenzeitlichen 12:11 nach 20 Minuten stellte SHB-Coach Popa auf ein 5:1-System um und beorderte den wuseligen Weller auf die vorgezogene Position. Diese Maßnahme hatte Erfolg. Nach diversen Ballgewinnen schraubten Jäger, Hauser und Marin den Vorsprung nach tollen Kombinationen auf 15:12 nach oben. Linkshänder Trittler markierte mit dem Halbzeitpfiff den 16:13-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel zogen die Gastgeber zunächst auf 20:15 davon, versäumten es nun aber, trotz Überzahl den Vorsprung weiter auszubauen. Im Angriff schlossen die SHBler überhastet ab oder „schenkten“ dem Gegner nach technischen Fehlern leichtfertig den Ball. Die abgezockten Vöhringer schafften nach 42 Minuten den 20:19-Anschlusstreffer.

Zunächst hielten die Gastgeber dagegen, Weller und Routinier Wurelly erzielten die Tore zum 22:19. Doch erneut unkonzentrierte Abschlüsse und ein schlechtes Rückzugsverhalten brachte den Gegner wie schon oft in dieser Saison wieder zurück ins Spiel. Wieder war es dann Wurelly, der dann eine erneut gute Phase für die Gastgeber einläutete. Beim 26:23 durch Hauser waren noch zehn Minuten zu spielen und die Chance war erneut da, das Spiel vorzeitig zu entscheiden.

Ausgerechnet Vöhringens Spielertrainer Möller glich knapp drei Minuten vor dem Ende zum 27:27 aus und als die Gäste sogar die insgesamt zweite Führung im Spiel knapp 30 Sekunden vor dem Ende schafften, schien das Spiel verloren. Jetzt übernahm Wurelly Verantwortung und würgte den Ball aus dem Rückraum irgendwie am Vöhringer Keeper vorbei zum Ausgleich ins Tor.

Möllers direkt verwandelter Anwurf anschließend ins Leere SHB-Tor ließ nochmal allen Beteiligten den Atem stocken. Allerdings hatte sein Assistent auf der Trainerbank zum Glück für die Hausherren bereits vorher die Grüne Karte zur Auszeit gelegt. SHB-Torhüter Adi Konkel wehrte dann in der letzten Aktion der Vöhringer den Ball ab und so blieb es beim 28:28.
SHB: Konkel und Gehringer im Tor; Kling, Hauser (4), Trittler (2), Baur (6), Kraft, Wurelly (4), Marin (2), Bayik (1), Elsenhans, Jäger (2), Akermann (4/3), Weller (3)

Zuschauer: 200