Die Beste der Handball-Oberliga

Marie Brachert: Torjägerin mit Bodenständigkeit

Dass eine Mannschaft, die gerade so den Klassenerhalt geschafft hat, die beste Torjägerin der gesamten Liga in ihren Reihen hat, ist außergewöhnlich. Marie Brachert von der SG Herbrechtingen/Bolheim gelang dies in der vergangenen Saison mit eindrucksvollen 203 Treffern. Wie die junge Spielerin zu ihrem Sport kam und warum sie trotz dieser Leistung bei der SHB bleibt.

Individuelle Rekorde sind für Mannschaftssportler ja meist zweitrangig, auch Handballerin Marie Brachert von der SG Herbrechtingen/Bolheim machte sich lange Zeit keine Gedanken darüber, wohin ihre Trefferflut in der vergangenen Oberligasaison führen würde. „Irgendwann wurde es dann mal Thema und ich habe meine Eltern und Geschwister gefragt: Glaubt ihr, ich schaffe noch die 200 Tore?“ Hat sie, am Ende waren es genau 203 Treffer, damit war die 19-Jährige erfolgreichste Werferin und das sogar in beiden Oberliga-Staffeln des baden-württembergischen Handballerverbandes.

Gerade für eine so junge Spielerin ist das ein großartiger Erfolg, der sportliche Weg der Giengenerin war aber schon immer vielversprechend. Zu ihrem Sport kam sie einst durch ihren Bruder, der Handball gespielt hat. „Ich ging dann auch zu den Minis und wollte nicht mehr weg“, erinnert sich Marie Brachert, die bis zur C-Jugend bei der TSG Giengen spielte und dann nach Schnaitheim wechselte. „Dort wollte ich mich weiterentwickeln, das Team hat auch gepasst“, erzählt die 1,78 Meter große Spielerin, die schon immer im Rückraum, teilweise auch als Mitte-Spielerin, eingesetzt wurde.