Die Konstellation vor dem Heimspiel am Sonntag in der Herwartsteinhalle war klar: Nur ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus Ludwigsfeld hielt für die HSG die Chance auf den Klassenerhalt offen. Allerdings hatte Oberkochen/Königsbronn das Hinspiel verloren, musste zudem die hohe Niederlage gegen Ehingen vom Wochenende zuvor aus den Köpfen bekommen.

Dies gelang Damen dann deutlich besser als man zu hoffen gewagt hatte. Von der ersten Minute an war zu spüren, dass die HSGlerinnen diesen Sieg unbedingt wollten. Vor allem die Abwehr ackerte ununterbrochen und kam so immer wieder zu Ballgewinnen. Rebecca Schneider leitete mit ihrem ersten Treffer den Torreigen ein. Darauf folgten zwei Rückraumtore von Jana Zirpins, ehe diese bereits nach wenigen Minuten verletzt vom Platz musste.

Von Beginn an hochkonzentriert

Dennoch behielten die Gastgeberinnen kühlen Kopf und bauten den Vorsprung Tor um Tor ausbauen.Nach 13 Minuten stand es bereits 8:2. Bis zur 23. Minute konnten die Gäste noch einmal auf 11:7 verkürzen, näher kamen sie aber nicht mehr heran. Beim Stand von 15:8 wurden die Seiten gewechselt.

Auch die zweite Hälfte war dann eine recht einseitige Angelegenheit. Die Defensive der HSG funktionierte weiterhin gut und so rollte ein Konter nach dem anderen auf das gegnerische Tor zu. Meist abgeschlossen durch Mona Newman oder Nane Kommer, die von Schneider bedient wurden.

Verletzung als Wermutstropfen

Am Ende stand ein 36:18-Sieg zu Buche, der Mannschaft und Fans sichtlich gut tat. Einziger Wermutstropfen ist die Knieverletzung von Zirpins. „Die Diagnose steht noch aus, aber ich fürchte, dass die Saison für sie gelaufen ist“, sagt Joachim Schneider. Ansonsten war der Trainer der HSG natürlich sehr zufrieden: „Das war richtig gut, wir waren in der Abwehr sehr stark und haben schnell nach vorn gespielt. Jede Spielerin hat ihre Leistung gezeigt und dann kommt so ein klarer Erfolg heraus.“

Spannung im Abstiegskampf

Diesen Schwung wollen die Damen aus Oberkochen und Königsbronn nun mitnehmen. Die HSG (7:21 Punkte) bleibt zwar Vorletzter und damit auf einem Abstiegsplatz, hat aber noch ein Spiel mehr zu bestreiten und kann am Tabellensiebten Ludwigsfeld (8:22) vorbei ziehen. Am kommenden Wochenende steht das Duell beim Tabellenletzten FSG Giengen/Brenz an, die Woche darauf folgt das nächste Kreisderby gegen die TSG Schnaitheim.

Anschließend bestreitet die HSG das Auswärtsspiel in Argental und zum Abschluss kommt der Tabellenzweite Burlafingen/Ulm. Vier schwere Spiele, von denen die Spielgemeinschaft wohl mindestens zwei gewinnen muss.

HSG Oberkochen/Königsbronn – TSF Ludwigsfeld 36:18 (15:8)
HSG: Ruoff; Siegmann, Rentschler (4), Maier (5), Zirpins (2), Kommer (3), Engel (1), Kathrin Stitz, Schneider (4), Newman (9/1), Huep (8/5)
Siebenmeter: HSG 6/6 verwandelt – Ludwigsfeld 4/3
Zeitstrafen: HSG 2 (Maier) – Ludwigsfeld 4
Schiedsrichter: Michael Tschente (HSG Bargau/Bettringen)
Zuschauer: 131