Königsbronn / Patrick Richardon Die HSG Oberkochen/Königsbronn musste zum Saisonabschluss eine deutliche 17:30-Niederlage bei Meister Hofen/Hüttlingen hinnehmen.

Die HSG ließ gleich zu Beginn mehrere gute Wurfchancen aus. Die Hausherren machten es in der voll besetzten Talsporthalle besser. Zweimal Grupp und May nutzten die anfängliche Passivität in der HSG-Deckung zum frühen 3:0. Das Trainerduop Stegmaier/Hoga reagierte mit einer Auszeit. Doch auch in der Folge taten sich die Schwarz-Gelben gegen die sehr offensive Deckung schwer. Erst nach knapp acht Minuten gelang Grohsler der erste Treffer für die Gäste.

In den folgenden Minuten versuchte die HSG, über Aggressivität in der Abwehr endlich ins Spiel zukommen. Dies bezahlte Kapitän Schmied bereits mit seiner zweiten Hinausstellung nach nicht einmal zwölf Minuten. Die Hausherren nutzten die neuerliche Überzahl konsequent, um auf 8:2 davonzuziehen.

Mitte der ersten Hälfte kamen die Gäste dann häufiger zum Torerfolg. Zweimal Eckardt wuchtig aus dem Rückraum und Schoen vom Kreis verkürzten auf 11:6. Doch bereits im nächsten Angriff sah Schoen nach einem Griff in den Wurfarm von Böhm die rote Karte – eine durchaus vertretbare Entscheidung.

Ohne Abwehrchef Schmied, der aufgrund der drohenden roten Karte auf der Bank Platz nahm, bekam die HSG die SG in der Abwehr nicht in den Griff. Beim Stand von 16:9 wurden dann die Seiten gewechselt.

Coach Hoga appellierte in der Pause nochmals vehement an die Grundtugenden des Handballs und tatsächlich zeigte sich die Abwehr der Gäste nach der Pause stark verbessert. Bis zur 42. Minute kassierten die Schwarz-Gelben lediglich ein Gegentor, allerdings fehlten im Angriff weiterhin die Ideen.

Die wenigen Chancen die sich boten, wurden zum Teil kläglich vergeben. So gelangen der HSG in dieser Phase selbst lediglich zwei Treffer durch Ludwig und Youngster Rinke jeweils per Tempogegenstoß (17:11).

Danach begann die Offensivmaschine der Hausherren richtig heiß zu laufen. Binnen fünf Minuten erzielten die Gastgeber fünf Tore und schraubten den Vorsprung so auf 23:12. Sichtlich gefrustet vom Ergebnis holten sich dann die Schwarz-Gelben noch einige unnötige Zeitstrafen ab. Schmied kassierte seine dritte Zeitstrafe und sah deshalb zehn Minuten vor Ende ebenfalls die rote Karte.

Die Stegmaier-Truppe hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt, an dem nichts zusammenlaufen wollte. Eine schwache Angriffsleitung mit nur 17 Toren spricht dabei eine deutliche Sprache. Dennoch sollte diese Niederlage nicht die weitestgehend positive Hallenrunde schmälern. Am Ende beendet die HSG die Saison auf einem akzeptablen siebten Tabellenplatz mit 24:20 Punkten. Patrick Richardon

HSG: Ehresmann, Stanke; Lumpp (2), Göring (1), Rinke (1), Richardon(1), Grohsler (3/1), Eckardt (3), Jäschke, Ludwig (1), Engel (1), Schmied (1), Schoen (1), Ludwig (2)