Nein, Corona hat die Steinheimer Handballer nicht erwischt. Aber zum Jubeln ist es den Trainern Sebastian Kieser und Arne Kühr trotzdem nicht, denn für das Spiel bei der SG Hegensberg/Liebersbronn, das am Samstag (20 Uhr) in der Esslinger Sporthalle Römerstraße über die Bühne gehen wird, drohen eine Reihe von wichtigen Spielern auszufallen.

TV-Keeper Steffen Stängle hatte zuletzt eine ziemlich unverständliche rote Karte gesehen. Gesperrt wäre er deshalb nicht gewesen, kann nun aber ohnehin nicht spielen. Nachdem ihn schon länger Probleme mit dem Knie plagen, ist nun eine Operation nicht mehr zu vermeiden, damit dürfte die Saison für Stängle beendet sein.

Torwart Stängle muss unters Messer

Passen muss am Samstag zudem Rechtsaußen Lars Eisele, den eine Virusinfektion plagt. Auch bei Denis Kaumann, den es an der Schulter erwischt hat, ist ein Einsatz eher unwahrscheinlich. Etwas Hoffnung besteht noch bei Jannik Bühler, der eine starke Prellung erlitten hat.

Es wird also personell ziemlich eng bei den Steinheimern, die ja schon vor Saisonbeginn einige Abgänge und Langzeitverletzte verkraften mussten. Dennoch sollen am Samstag die nächsten Punkte her. „Wir haben uns vorgenommen, so lange wie möglich vorn dabei zu bleiben“, betont Kieser, der beim Wiederauftakt zwar mit dem Ergebnis (28:26 gegen Kirchheim), nicht aber mit der Leistung zufrieden sein konnte. „Da haben wir nicht gut gespielt, die anderen haben aber noch schlechter gespielt“, erklärt der TV-Coach.

Spitzengruppe liegt eng beisammen

Spitzenreiter HSG Ostfildern leistete sich gar eine Heimniederlage gegen Wangen, dadurch ist das Feld noch enger zusammen gerückt. Mindestens die ersten sechs der Tabelle, die aufgrund der unterschiedlichen Anzahl von Spielen ein ziemlich unklares Bild bietet, haben noch alle Chancen auf Meisterschaft und Aufstieg. Und zu diesen sechs gehören der Tabellenzweite Steinheim (15:5 Punkte) sowie der Sechste Hegensberg/Liebersbronn (10:6).

Für die Spielgemeinschaft der Esslinger Teilorte lief die Saison bisher ausgesprochen wechselhaft. Zum Auftakt verlor Hegensberg/Liebersbronn in Steinheim, feierte dann fünf Siege in Folge und schlug dabei auch den großen Titelfavoriten Ostfildern. Dann gab es aber Niederlagen gegen Denkdorf und vergangenes Wochenende gegen Schlusslicht Vöhringen.

„Es ist ein bisschen eine Wundertüte“, sagt Kieser, der vor allem den Rückraum der SG stark einschätzt. Beim 32:26 im Hinspiel hatte sein Team die gegnerischen Schützen gut im Griff und auch am Samstag wird viel auf die Abwehrarbeit in Verbindung mit dem Torhüter ankommen. Allerdings hängt nun zwischen den Pfosten alles von Steffen Maier ab. Die Steinheimer haben auf dieser Position keine großen Alternativen mehr, zur Sicherheit wird der Jugendliche Florian Tasholi aus der zweiten Mannschaft mit nach Esslingen fahren.

Lob für die zweite Mannschaft

In dieser zweiten Mannschaft feierte zuletzt ja auch Maximilian Rau, einer der Pechvögel aus der „Ersten“, sein Comeback. Ihn hatte es gleich zweimal am Kreuzband erwischt, beim zweiten Mal war es aber nicht gerissen und so versucht sich der Linkshänder langsam wieder heranzukämpfen. Vielleicht reicht es sogar noch zu Kurzeinsätzen im Verbandsligateam. Die Auftritte der zweiten Mannschaft mit ihrem Trainer Gerd Mühlberger sieht Kieser sehr positiv, die Basisarbeit stimmt also weiter beim TV.