Der Tabellenführer der Landesliga war eine Nummer zu groß für die Handballerinnen der HSG Oberkochen/Königsbronn: Im Derby am Dienstagnachmittag behielt die SG Herbrechtingen/Bolheim mit 34:25 klar die Oberhand. Damit bleibt die SHB weiter an der Ligaspitze, die HSGlerinnen warten hingegen weiter auf die ersten Punkte der Saison.

Dabei waren die Voraussetzungen vor dem Duell in der Herwartsteinhalle nicht schlecht: Bis auf Lea Siegmann, Karen Huep und die Langzeitverletzte Simge Aziret war der gesamte Kader der Gastgeberinnen mit an Bord. Und die erste Halbzeit ließ sogar auf den ersten Zähler hoffen: Zwar sollte die HSG es über das ganze Spiel hinweg nicht schaffen, in Führung zu geraten, sie ließ sich aber bis zur 25. Minute nicht abschütteln.

Partie in der ersten Halbzeit ausgeglichen

Während die Gastgeberinnen sich im Angriff erneut schwer taten und auch immer wieder an der gegnerischen Torhüterin scheiterte, gelangen der SHB einfache Tore über das schnelle Spiel nach vorne. Bezeichnend war eine Phase Mitte der ersten Halbzeit: Beim Stand von 7:7 erspielten sich die Gästinnen innerhalb von vier Minuten eine Sechs-Tore-Führung (13:7/17.).

Vier Treffer gingen dabei auf das Konto der schnellen Ann-Cathrin Lindenmaier, die das mangelhafte Rückzugsverhalten der HSG konsequent ausnutzte. Die Gastgeberinnen kämpften sich zwar noch einmal auf 13:15 heran (25.), verschliefen dann aber die letzten Minuten vor der Halbzeitpause. So wurden mit einem 14:19 aus HSG-Sicht die Seiten gewechselt.

SHB zieht nach der Pause davon

Die Vorentscheidung fiel dann in den ersten fünf Minuten nach Wiederbeginn: Die Gastgeberinnen fanden nicht in die Partie, was die SHBlerinnen gnadenlos ausnutzten. Mit einem 4:0-Lauf schraubten sie ihre Führung auf neun Tore. Um die Torserie zu stoppen, nahm HSG-Trainer Joachim Schneider eine Auszeit. Damit konnte er zumindest den Abwärtstrend unterbinden.

Theresa Maier traf nun nach Belieben aus dem Rückraum der Gastgeberinnen und erzielte acht ihrer elf Tore in der zweiten Hälfte. Jeder Treffer der HSG wurde aber mit einem schnellen Gegentreffer der SHB, bei der Ann-Cathrin Lindenmaier am treffsichersten war (acht Tore), beantwortet. So blieb der Abstand konstant und beim 25:34 wurde die Partie abgepfiffen.

Zwei Derbys am Wochenende

An diesem Wochenende sind beide Teams erneut in Derbys gefordert: Die HSG Oberkochen/Königsbronn empfängt am Sonntagnachmittag die FSG Giengen/Brenz in der Herwartsteinhalle (17 Uhr). Klar ist: Mindestens eins der beiden noch punklosen Lokalrivalen wird nach der Partie die ersten Zähler auf dem Konto haben.

Eine hohe Hürde für die mit drei Niederlage gestartete TSG Schnaitheim stellt sich am Samstagabend. Um 19.30 Uhr tritt das Team von Trainer Fabian Paul in der Bibrishalle bei Liga-Primus SG Herbrechtingen/Bolheim an. Für die TSGlerinnen geht es dabei um die ersten Punkte, die SHB will ihre Siegesserie von fünf Erfolgen weiter ausbauen.