Es hatte auf dem Spielfeld und auf den Zuschauerrängen etwas von einem Familientag der Kreishandballer. Nach Corona wollten die Verantwortlichen Organisatoren endlich wieder zu den Wurzeln zurück für was der Stadtpokal ursprünglich einmal stand. Nämlich den inoffiziellen Kreismeister kurz vor Rundenbeginn zu ermitteln. Und alle Teams brannten darauf, endlich wieder einmal Stadtpokalfeeling zu erleben.

Zum 21. Mal Stadtpokal

Bereits zum 21. Mal lud der Heidenheimer Sportbund Mannschaften aus dem Kreis in die Karl-Rau-Halle ein. Auch wenn erwartungsgemäß Ende August bedingt durch Urlaub noch nicht alle wieder an Bord sind, waren es insgesamt doch spannende und hochklassige Begegnungen. Auch das Wetter spielte den Verantwortlichen in die Karten, denn aufgrund der wechselhaften Bedingungen fanden etliche Zuschauer den Weg in die Karl-Rau-Halle. Insgesamt gingen sechs Vereine in zwei Gruppen auf die Jagd nach dem begehrten Wanderpokal.

Die SHB machte im Vorfeld keinen Hehl daraus, den Pokal unbedingt mit nach Hause nehmen zu wollen. Nach den Vorrundenspielen war dann klar, wer die Halbfinalbegegnungen spielen durfte.

Erste Überraschung des Turniers

Die SHB traf zunächst auf die TSG Schnaitheim, die aufgrund von zwei mehr geworfenen Toren im Vergleich zur HSG Oberkochen/Königsbronn ins Halbfinale einziehen konnte. Die erste Überraschung an diesem Tag, dass mit dem höher eingeschätzten Rekordpokalgewinner (viermal) ein Favorit nicht ins Halbfinale einzog.

Heidenheimer Stadtpokal: HSG Oberkochen/Königsbronn gegen den TV Steinheim

Bildergalerie Heidenheimer Stadtpokal: HSG Oberkochen/Königsbronn gegen den TV Steinheim

In das zweite Halbfinale zogen die dezimierten Gastgeber ebenso wie der mit einigen Verbandsligaspielern gespickte TV aus Steinheim ein.

Die favorisierte SHB und die TSG Schnaitheim eröffneten den Halbfinalreigen. In einer über weite Strecken einseitigen Partie konnte der Favorit mit 14:8 ins Finale einziehen (Spielzeit: 25 Minuten). Etwas spannender ging es im zweiten Halbfinale zwischen dem HSB und dem TV Steinheim zur Sache. TV-Trainer Gerd Mühlberger schonte mit Torhüter Stängle, Flügelflitzer Tim Baur und Rückraumshooter Mewitz drei Spieler fürs Finale. Der HSB stemmte sich aufopferungsvoll gegen den Favoriten, mussten sich aber am Ende mit 13:16 geschlagen geben. Somit war das zuvor von vielen erwartete Finale zwischen der SHB und dem TV Steinheim perfekt.

Heidenheimer Stadtpokal: TSG Schnaitheim gegen den Heidenheimer SB

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In den anschließenden Spielen um die Plätze konnte sich die HSG Oberkochen/Königsbronn zunächst gegen den TV Brenz durchsetzen. Im Spiel um Platz drei kam es zum Derbydauerbrenner zwischen der TSG Schnaitheim und dem HSB. In einer spannenden Begegnung setzte sich der Gastgeber knapp mit 12:11 durch.

Spannendes Finale

Das Finale wurde dann mit großer Spannung erwartet. Die Mannschaften liefen mit der Fußball-Champions-League-Musik aufs Spielfeld. Steinheim startete wie erwartet mit sechs Verbandsligaspielern und die SHB wollte mit dem Rückenwind aus den bisher gezeigten Leistungen dagegenhalten. Steinheim agierte mit einer kompakten 6:0-Deckung und die SHB suchte ihr Heil in einer offensiveren Variante gegen die bärenstarken Rückraumschützen Mewitz und Benz.

Bis zum 8:8 nach knapp 18 Minuten deutete alles auf ein spannendes Ende hin. Die SHB konnte allerdings einige technische Fehler der Steinheimer nutzen und auf 11:8 knapp zwei Minuten vor dem Ende davonziehen. Eine offene Deckung in der Schlussphase durch den TV brachte aber nichts mehr. Die SHB gewann letztlich mit 11:9 und holte sich insgesamt verdient den Stadtpokal. Der Jubel war groß und der Sieg wurde anschließend in verschiedenen Heidenheimer Lokalen noch gebührend gefeiert.

Schön war am Ende zu sehen, dass alle Mannschaften an der Siegerehrung teilnahmen, was in der Vergangenheit nicht immer der Fall gewesen ist. Es waren sehr faire und spannende Spiele.

Erfolgreichster Werfer: Benny Hug vom HSB.
Erfolgreichster Werfer: Benny Hug vom HSB.
© Foto: Markus Brandhuber

Der Heidenheimer Rückraumakteur Benny Hug sicherte sich am Ende noch die Torjägerkanone, und so ging ein toller 21. Stadtpokal zu Ende. Das hat definitiv Lust auf mehr gemacht, und deshalb waren sich nach dem Event auch alle einig, dass auch im nächsten Jahr wieder ein Stadtpokal mit Kreisvereinen stattfinden soll.

Handball: SG Herbrechtingen/Bolheim gewinnt den Heidenheimer Stadtpokal

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