Heidenheim / Ewald Rathgeb Die ersatzgeschwächten Heidenheimer unterliegen beim TSV Heiningen II mit 29:32.

Mit dem allerletzten Aufgebot musste der HSB am Samstag in der Heininger Voralbhalle antreten und sich in einer intensiven Begegnung vor circa 150 Zuschauern schlussendlich unglücklich geschlagen geben. Neben den Langzeitverletzten Tobias Uhl und Leo Hüper fehlten bei Heidenheim verletzungsbedingt auch Kosta Mpouras und Marcel Hug. Da zudem Oli Aeugle erkältungsbedingt und Tobi Stegmeier beruflich verhindert waren, musste quasi eine komplette Mannschaft ersetzt werden.

Heiningen II setzte sich schnell auf 4:2 ab, ehe sich die Heidenheimer Abwehr richtig gefunden hatte und in Verbindung mit einem gut haltenden Markus Bosch die Lücken schließen konnte. Zwei Tempogegenstöße von Leon Gaschler brachten die Gäste erstmals mit 5:4 in Führung. Bis zum 9:9 blieb das Spiel ausgeglichen, dann erzielten Marvin Valetzky, Konstantin Rendle und Manuel Maresch drei Tore in Folge. Allerdings ließen sich die Hausherren nicht abhängen und so blieb das Spiel bis zum Halbzeitstand von 15:17 stets eng.

Der HSB blieb auch zu Beginn der zweiten Halbzeit am Drücker und konnte sich, nachdem der eingewechselte Nicola Pinna den ersten Siebenmeter gehalten hatte, beim 18:22 durch Rendle erstmals mit vier Toren absetzen.

Doch dann machte sich allmählich der Kräfteverschleiß im Rückraum bemerkbar. Da auch Maresch immer mehr durch seine Knöchelverletzung behindert wurde, mussten Tim Baur, Rendle und Benny Hug nun ohne Pause durchspielen. Die Qualität der Abschlüsse wurde nun immer schlechter und da sich gleichzeitig der Keeper der Hausherren steigerte, schmolz der Vorsprung.

Um den Rückraumspielern Pausen zu geben, wechselte Coach Somogyi nun vermehrt in der Abwehr Spieler aus der zweiten Mannschaft ein. Dadurch litt jedoch die Qualität und der TSV kam zu einfacheren Toren über den Kreis und von den Außenpositionen. Nach 48 Minuten ging Heiningen erstmals wieder mit 25:24 in Führung, die dritte Zeitstrafe bedeutete zudem das Aus für Abwehrchef Valetzky. Diesen Ausfall konnten die Heidenheimer nicht mehr verkraften und langsam setzten sich die Hausherren ab.

Akzente in der Offensive setzte nur noch Rendle, der am Ende mit neun Feldtoren erfolgreichste Werfer des HSB. Am Ende gewannen die kampfstarken Hausherren mit 32:29 und die Heidenheimer müssen nun hoffen, dass sich die Personalsituation bis zum Heimspiel gegen Bartenbach am Samstag entspannt.
HSB: Bosch, Pinna, Valeczky (2), Baur (4), Rendle (9), Kascha (1), Beißwanger, Maresch (3), Biebl (1), Gaschler (2), Hug (7/2), Ohnhaus