Heidenheim / Ewald Rathgeb Die Heidenheimer erzielten 38 Tore beim Heimsieg gegen Bartenbach.

Mit dem Landesligaabsteiger TSV Bartenbach gab am Samstagabend ein Team seine Visitenkarte in der Karl-Rau-Halle ab, das einen technisch guten und sehr schnellen Ball spielen kann. Es entwickelte sich ein temporeiches Spiel, in dem sich beide Teams kaum Pausen gönnten, beim 38:30-Heimsieg der Heidenheimer bekamen die rund 100 Zuschauer einiges geboten.

Der HSB konnte im Gegensatz zur Vorwoche wieder auf Oliver Aeugle, Marcel Hug und Tobias Stegmeier zurückgreifen, mußte aber diesmal neben den Langzeitverletzten Tobias Uhl, Leo Hüper und Kosta Mpouras auch noch auf den zweiten Linkshänder im Rückraum Benny Hug verletzungsbedingt verzichten.

So starteten die Heidenheimer mit Manuel Maresch, Konstantin Rendle und Tim Baur mit drei Rechtshändern im Rückraum und fanden dennoch gut in die Partie. Nach dem ersten Treffer von Rendle legte Leon Gaschler im Tempogegenstoß sofort das 2:0 nach. Bartenbach konterte zum 3:4, doch der HSB blieb am Drücker und zog mit Treffern des sehr starken Maresch auf 10:7 weg. Die Gäste glichen noch einmal aus, aber dann folgte eine ganz starke Phase der Heidenheimer. Biebl und Baur trafen je zweimal und ein sehenswerter Treffer von Marcel Hug aus dem Rückraum sorgte für die 17:12 Halbzeitführung.

Bis zum 21:15 hielt der HSB einen Sechs-Tore-Vorsprung, hatte dann jedoch Schwierigkeiten mit der von 6:0 auf eine sehr offensive 3:2:1-Variante umgestellte Defensive der Gäste. Die Abschlüsse erfolgten nun zu schnell und unkonzentriert und Bartenbach erziele vier Treffer in Folge. Erst ein schöner Heber von Aeugle unterbrach diese Serie.

Die Begegnung war nun extrem spannend und beide Teams schenken sich absolut nichts. Bei den Hausherren spielten sich nun vermehrt Aeugle, Marcel Hug und der zurückgekehrte Maresch in den Vordergrund und erzielten wichtige Treffer. Das 29:25 des ebenfalls sehr gut aufgelegten Tim Baur zwang den Gästetrainer zur nächsten Auszeit.

Beim Stand von 31:27 trat wieder Augle an die Siebenmeterlinie, scheiterte am Keeper, reagierte jedoch schnell, schnappte sich den abgewehrten Ball und sorgte mit einem spektakulären Heber für das 32:27. Dieser Treffer traf die Gäste scheinbar ins Mark, denn sie schlossen nun mehrmals überhastet ab und fingen sich einen Tempogegenstoß nach dem anderen. Beim 36:27 vier Minuten vor dem Ende war die Entscheidung längst gefallen und die Fans feierten das Heidenheimer Team, das letztlich einen deutlichen 38:30-Sieg verbuchte und nun beruhigt dem Derby bei der HSG entgegensehen kann.

M. Bosch, C. Kascha 2, A. Sabouni, M. Valeczky, T. Baur 6, K. Rendle 4, T. Stegmeier 1, M. Maresch 7, F. Biebl 4, L. Gaschler 1, M. Hug 5, O. Aeugle (8/1)

Zuschauer: 100