Heidenheim / Wolfgang Gentner Vor allem in der ersten Halbzeit waren die Heidenheimer nah dran an der Perfektion.

Die Derbysieger kommen diese Saison eindeutig aus Heidenheim. Der HSB behielt auch im Rückspiel gegen die TSG Schnaitheim mit 33:24 deutlich die Oberhand. In der gut gefüllten Karl-Rau-Halle sorgten zwar die Gästefans mit der beeindruckenden „grün-weißen Wand“ hinter dem Tor klar für die beste Stimmung, doch auf dem Feld waren die Gastgeber von Beginn an das bessere Team.

Die TSG ging durch den ansonsten blassen Patrick Chaudari mit 1:0 in Führung, aber schon bald wurde klar, dass die Gäste an diesem Tag dem Spielfluß der Heidenheimer nur wenig entgegenzusetzen hatten. Besonders die Leistungsträger des HSB mit Torhüter Markus Bosch, Konstantin Rendle sowie die beiden Hug-Brüder zeigten im Gegensatz zu den sonstigen Stützen der TSG ein klasse Spiel.

Darüber hinaus war die Defensive der Gäste vor allem in der ersten Halbzeit hoffnungslos überfordert. Sobald der HSB das Tempo anzog, kamen sie immer wieder einen Schritt zu spät und die Führung der Heidenheimer wuchs beständig an. Schon beim 5:2-Zwischenstand nach acht Minuten deutete sich das Unheil für die Gäste an, die einfach keine Einstellung zum Spiel fanden und sich fast hilflos ergaben.

Benjamin Hug ragt heraus

Nach dem 9:4 durch den im ersten Abschnitt überragenden Benjamin Hug nahm TSG-Trainer Jochen Ruoff in der 16. Minute die Auszeit, aber auch danach wurde es bei seinem Team kaum besser. Immer wieder schlossen die Gäste im Angriff viel zu unvorbereitet ab und kassierten dadurch vermehrt Gegenstöße. So auch in der 20. Minute, als Markus Bosch einmal mehr glänzend hielt und der Ex-Schnaitheimer Oliver Aeugle das 12:5 markierte.

Man muss den Gästen zugutehalten, dass sie auch einiges Pech entwickelten und in der ersten Hälfte gleich viermal den Pfosten trafen. So wuchs der Vorsprung des HSB immer mehr an und als dazu auch Tobias Uhl aus dem Rückraum noch besser in die Partie kam, stand zur Pause ein 19:11 für die Heidenheimer auf der Anzeigetafel.

Zur zweiten Hälfte kam Sebastian Mruk für den trotz der vielen Gegentreffer gut haltenden Robin Schmeißer ins Tor der Schnaitheimer und zwei Tore in Folge durch Aaron Benz zum 19:13-Zwischenstand ließen die Gäste gar etwas hoffen.

Vor allem die Abwehrarbeit der Gäste wurde nun besser und gestattete dem HSB keine leichten Treffer mehr. Trotzdem wirbelten besonders Konstantin Rendle sowie Benjamin Hug weiter und auf weniger wie fünf Tore Rückstand sollte die TSG nicht herankommen. Beim 23:18-Zwischenstand (44.) nutzten die Hausherren dann eine Überzahl konsequent aus und stellten durch Benjamin Hug sowie den stärker werdenden Manuel Maresch vorentscheidend auf 25:18.

Auch Marcel Hug glänzt

Zwar konnten die Gäste durch Johannes Mühlberger sowie Christopher Braumann noch mal verkürzen, aber Manuel Maresch sowie der in der Schlussphase glänzende Marcel Hug machten mit dem 27:21 zehn Minuten vor dem Ende alles klar.

Der Rest der erfreulich fairen Begegnung lief dann fast im Freundschaftsspiel-Modus ab. Am Ende stand ein ebenso klarer wie verdienter 33:24-Sieg für den HSB und Bayram Somogyi zeigte sich demnach hochzufrieden: „Wir haben eine fast perfekte erste Hälfte gespielt und mit viel Tempo unser Spiel durchgezogen. Dazu hat mein Team durch gute Abwehrarbeit die TSG immer wieder zu schwierigen Würfen gezwungen und am Ende haben wir hochverdient gewonnen“, so der Heidenheimer Trainer.

Schnaitheims Coach Jochen Ruoff war dagegen sehr enttäuscht: „Wir hatten uns viel vorgenommen und speziell in der ersten Halbzeit alles vermissen lassen. Wir sind nur hinterhergelaufen und haben keinerlei Aggressivität gezeigt. In der zweiten Hälfte wurde es zwar etwas besser, aber da war der Rückstand schon viel zu groß.“

Namen und Zahlen zum Spiel

HSB: Bosch, Eleftheriadis – Benjamin Hug (9/4), Maresch (4), Aeugle (4), Marcel Hug (4), Rendle (3), Stegmaier (3), Uhl (3), Valeczky (1), Mpouras (1), Gaschler (1), Kascha, Hüper.

Schnaitheim: Mruk, Schmeißer – Benz (6/2), Mühlberger (3), Braumann (3), Paul (3/1), Chaudari (3/1), Fabian Wagner (2), Julian Wagner (1), Kraft (1), Früholz (1), Gruschka (1), Montag, Kohler.

Siebenmeter: HSB 4 (alle verwandelt) – TSG 5/4

Zeitstrafen: HSB 2 (Mpouras, Aeugle) – TSG 2 (Montag, Chaudari)

Schiedsrichter: Gerald Köder und Alfred Gaschler (beide aus Eislingen)

Zuschauer: 500