Die mit Spannung erwartete Saison in der Frauenhandball-Landesliga – in der vier von zehn Teams aus dem Kreis Heidenheim sind – beginnt mit dem Derby der Aufsteiger: Am Sonntag Am Sonntag um 18 Uhr erwartet dabei die HSG Oberkochen/Königsbronn die FSG Giengen/Brenz in der Schwagehalle. Zudem tritt die SG Herbrechtingen/Bolheim am Samstag (17 Uhr) bei der HSG Langenau/Elchingen an.

Die erste Damenmannschaft der Spielgemeinschaft Oberkochen/Königsbronn durfte vergangenes Jahr nur ein Spiel lang Landesliga-Luft schnuppern (20:22-Niederlage in Schnaitheim), bevor die Saison wieder abgebrochen wurde. Am Sonntag folgt nun der zweite Auftritt in der neuen Liga. Dabei trifft die Mannschaft von Coach Joachim Schneider auf Giengen/Brenz, das gleichzeitig aufgestiegen und somit kein Unbekannter ist.

Veränderungen bei der HSG

Auf Seiten der HSG hat sich einiges verändert: Verena Eckhardt und Takuhi Sardarjan haben die Handballschuhe an den Nagel gehängt. Die zwischenzeitlich neu besetzte Torhüter-Position ist wieder frei und bereitet damit nach wie vor Sorgen. Dazu kommen die längerfristigen Ausfälle von Larissa Weiß (Kreuzbandriss) und Karen Huep (Rückenverletzung).

Dafür rückten bereits im vergangenen Jahr Mona Höfler, Rhena Gerstenlauer, Kim Bogenschütz und Lea Siegmann von der Jugend auf und sollen nun erfolgreich in den beiden Damenmannschaften integriert werden. Im Tor setzt die HSG außerdem auf tatkräftige Unterstützung der A-Jugendlichen Ronja Ruoff.

Das erklärte Saisonziel ist auf jeden Fall der Klassenerhalt, daher gilt es von Beginn an um jeden Punkt zu kämpfen. Gegen den Mitaufsteiger rechnet sich die HSG ganz gute Chancen aus.

FSG setzt auf die Jugend

Für die Damen aus Giengen und Brenz beginnt am Sonntag ebenfalls eine Reise ins Unbekannte. Auch die FSG bestritt 2020 nach dem Aufstieg gerade mal ein Spiel (27:29 in Langenau) und muss nun versuchen, sich an das Niveau in der neuen Spielklasse zu gewöhnen.

„Wir haben in der langen Pause immer den Kontakt gehalten, verschiedene Challenges veranstaltet“, berichtet Trainerin Kirsten Heißwolf, die mit einer extrem jungen Truppe an den Start geht. Das Durchnittsalter der FSG beträgt gerade mal 22 Jahre, mangelnde Erfahrung soll mit Tempospiel und Teamgeist ausgeglichen werden.

Nach dem Aufstieg gab es einen Zugang, jetzt kam noch eine A-Jugendspielerin dazu, ansonsten setzt die Frauenspielgemeinschaft auf die bewährte Truppe aus der Bezirksliga. Das Ziel ist der Klassenerhalt und Kirsten Heißwolf weiß, dass der Weg dorthin schwer wird, zumal ihr mit Beginn des Studiensemesters immer wieder Absagen drohen.

Bei der FSG macht man sich aber keinen Druck. „Wichtig ist jetzt erst einmal, dass es los geht. Wir wollen Spaß haben und hoffen, dass die Saison komplett gespielt werden kann“, sagt die Trainerin, die vor dem Spiel gegen die HSG aber noch keine Prognose wagt.

SHB muss zum Mitfavoriten

Ziemlich ambitioniert geht die Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim in die Saison, stehen mit Carmen Siller und Lisa Uhl (geborene Friedrich) doch zwei ehemalige Zweitligaspielerinnen in Reihen der SHB. Der Auftakt bei der ebenfalls stark eingeschätzten HSG Langenau/Elchingen könnte bereits richtungsweisend werden. Trainer Thomas Feil hatte alle Spielerinnen an Bord und hofft auf einen guten Start.