Herbrechtingen/Schnaitheim / Nadine Rau Die TSG Schnaitheim und die SHB spielen am Sonntag beide gegen harte Gegner.

Die Schnaitheimer Handballerinnen haben es gerade wirklich nicht leicht. Erst das „katastrophale Spiel“, wie Leistungsträgerin Susi Fischer es nennt, gegen sie SHB, darauf folgte die Partie gegen den Tabellendritten Schorndorf. Zwei Niederlagen also. Und jetzt geht es auswärts gegen den Tabellenzweiten, die WSG Alfdorf/Lorch/Waldhausen, weiter (16 Uhr).

Trainer Oliver Barth nimmt es ganz sportlich: „Wir können nur gewinnen.“ Nach dem Desaster in Herbrechtingen, das allen aufs Gemüt geschlagen und allen zu denken gegeben habe, sei der Kampfgeist, so sagt er, schon vergangene Woche wieder auf dem Feld zu spüren gewesen. Obwohl am Ende des Tages eine Niederlage stand, zollte er der Leistung seiner Mannschaft großen Respekt. „Sie haben einen klasse Kampf gezeigt. Da können wir schon gestärkt in die morgige Partie gehen“, so Barth.

„Wir kämpfen uns zurück“

Susi Fischer empfindet es ebenso. „Wir kämpfen uns langsam zurück.“ Noch ein gutes Argument für eine Überraschung: In der Hinrunde hat die TSG den morgigen Gegner geschlagen. „Ich weiß nicht, warum wir auswärts nicht auch so stark sind. Das muss ein Auswärtsfluch sein“, scherzt Barth.

Trainieren konnte er seine Mannschaft diese Woche nicht wie immer. Ähnlich wie bei so vielen Sportmannschaften derzeit sind viele Spielerinnen krank ausgefallen. Am Mittwochen kamen so gerade einmal sechs Spielerinnen zusammen, normalerweise sind es doppelt so viele.

„Wir haben dann auch individuell trainiert“, so der TSG-Coach. Außerdem habe der Fokus auf der Abwehr und auf Wurfübungen gelegen.

Verzichten muss er morgen definitiv auf Ines Mainka (krank), außerdem ist Nina Diedersdorfer nicht da. Die anderen Kranken könnten zwar noch nicht ganz auf der Höhe sein, sind aber wieder einsatzbereit. So auch Fischer, die noch nicht ganz fit ist. Die gute Nachricht: Die Verletzung, die sie sich beim Spiel vergangene Woche zugezogen hat, war nur ein nicht weiter schlimmer Pferdekuss. Aushelfen wird morgen ein weiteres Mal Kim Bauder aus der A-Jugend-Mannschaft.

Für Barth ist die SG Alfdorf eine homogene Truppe mit einem starken Mittelblock und einem starken Rückraum. „Sie sind sehr variabel und beweglich.“ Vor allem gemein: „Alle Spielerinnen sind vor dem Tor gefährlich.“ Ebenfalls morgen im Einsatz ist die SHB. Momentan auf Platz sechs, tritt sie daheim gegen den Tabellenvierten HSG Ebersbach/Bünzwangen an (15 Uhr, Bibrishalle).

Abgesehen vom Derby waren Erfolgserlebnisse für die Mannschaft von Thomas Feil in den vergangenen Wochen auch Mangelware. Unter anderem hat das Team gegen den morgigen Schnaitheimer Gegner SG Alfdorf mit 18:25 deutlich verloren, zuletzt reichte die Kraft gegen Göppingen nicht bis zum Schluss. Immerhin: Gegen Ebersbach/Bünzwangen gelang in der Hinrunde ein Sieg.