Herbrechtingen / Jochen Gerstlauer Am Ende reichte die Kraft nicht: Die SHB verliert bei Frisch Auf Göppingen III letztlich klar mit 23:32.

Nach dem gefeierten Derbysieg gegen Schnaitheim mussten die Landesliga-Handballerinnen der SHB zur Wundertüte Frisch Auf Göppingen. Wundertüte deshalb, weil man vorher nie weiß, welche Spielerinnen bei der dritten Mannschaft auflaufen. Da die zweite Mannschaft in der Oberliga spielt, können verschiedene Spielerinnen hin und her wechseln – so auch gegen die SHB. In der EWS-Arena spielte man aber lange Zeit auf Augenhöhe und mit mehr Wechselmöglichkeiten hätte auch Zählbares herausspringen können.

Trainer Thomas Feil machte auch nach dem Spiel keinen Hehl daraus, dass es im Moment schlicht schwierig ist, die Ausfälle einiger Leistungsträgerinnen adäquat zu kompensieren. Weil neben Nilda Sahin (gesperrt) auch Lisa Friedrich (Knieprobleme) wieder passen musste, zog Feil Mona Gerstmayr ein weiteres Mal auf die Spielmacherposition. Spielführerin Cara Sturm kehrte nach ihrem Urlaub wieder zurück ins Team.

Göppingen legte mit dem 4:2 nach sechs Minuten schon gut los. Langsam stabilisierte sich aber die Abwehr der SHB und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Vorne lief der Ball wie schon gegen Schnaitheim recht gut und mit einer hauchdünnen Führung für die Gastgeber (14:13) ging es in die Kabine.

Plötzlich wieder im Geschäft

Göppingen kam zunächst entschlossener aus der Pause. Beim Stand von 21:17 legte Thomas Feil nach 42 Minuten Spielzeit die Karte zur Auszeit. Mit dem 23:18 knapp eine Viertelstunde vor Schluss führten Göppingen schon komfortabel, aber jetzt ging ein Ruck durchs SHB-Team. Beim 25:23 knapp acht Minuten vor dem Ende war man auf einmal wieder im Geschäft.

Göppingens Trainer zog per Auszeit die Reisleine, was der große Knackpunkt fürs restlichen Spiel der Gäste sein sollte. Vorne klappte überhaupt nichts mehr und Ballverluste wurden gnadenlos per Gegenstoß bestraft. Auf diese Weise legte Göppingen noch einen 7:0-Lauf zum 32:23-Endstand hin.

Das Spiel schnell abhaken und nach vorne schauen lautet die Devise. Mit Ebersbach/Bünzwangen und dem Tabellenführer Winzingen geht es unglaublich schwer weiter.

SHB: Sadowski und Serwe im Tor; Sturm (3), Fleischer, Schweda (1), Wiedmann (3), Gröner, Braun (2), Rühle (1), Biller (1), Gerstmayr (6), Renner (6/4)