Bis zur 35. Minute schien alles in trockenen Tüchern zu sein. Dann musste die HSG Oberkochen/Königsbronn schmerzhaft erfahren, dass man sich beim Handball auch mit einem Vorsprung von sieben Treffern nicht in Sicherheit wiegen kann.

Die Spielgemeinschaft trat gegen die ebenfalls noch abstiegsgefährdete HSG Langenau/Elchingen ohne Theresa Maier an, dafür kehrten Simge Aziret und Karen Huep nach mehrmonatiger Verletzungspause ins Team zurück. Die Gäste fanden zunächst besser in die Begegnung und führten bis zur zwölften Minute (3:4).

Erst dann wachte die HSG OK so richtig auf. Die Abwehr stand besser, Aziret hielt sensationell – unter anderem sechs Strafwürfe – und auch im Angriff lief es. Sieben Treffer in Folge brachten eine beruhigende 10:4-Führung. Der Abstand hatte bis zur Halbzeitpause Bestand, beim 13:7 wurden die Seiten gewechselt.

Klare Führung zur Pause

Danach gelang noch ein Tor zum 14:7, bevor die HSG OK beinahe sieben Minuten torlos blieb. Dabei hatte sie durchaus gute Chancen, doch es war wie verhext. Von allen Positionen wurde die gegnerische Torhüterin regelrecht warm geschossen. Im Gegenzug trafen die Gäste nun deutlich besser als in Halbzeit eins.

So holten sie Tor um Tor auf und konnten in der 48. Minute erstmals ausgleichen (18:18). Die Gastgeberinnen hatten nun immer größere Probleme mit der Abwehrumstellung von Langenau/Elchingen. Jeder Treffer war harte Arbeit, während es den Gegnern immer wieder viel zu einfach gelang, die Abwehr auszutanzen.

Acht Minuten vor dem Ende setzte sich die HSG OK noch einmal auf 21:19 ab, doch dezimiert durch eine Zeitstrafe war diese Führung schnell wieder egalisiert. Nun waren die Gäste am Zug. 90 Sekunden vor dem Ende stand es 23:24. In dieser Phase machte es sich die HSG mit einigen Fehlpässen selbst schwer.

Konter statt Ausgleich

Trotzdem gelang es, den letzten Angriff der Langenauerinnen abzuwehren. So blieben noch 30 Sekunden, um den Ausgleich zu erzielen. Doch in der Schlusshektik wurde der Ball erneut den Gegnerinnen in die Arme geworfen, die somit zum 23:25 kontern konnten. Damit wurde ein eigentlich sicherer Sieg leichtfertig vergeben und die zwei so wichtigen Punkte im Abstiegskampf völlig unnötig liegen gelassen.

Da zeitgleich der direkte Konkurrent aus Schnaitheim punkten konnte, steht die HSG OK nun auf dem vorletzten Platz, den sie natürlich so schnell wie möglich wieder verlassen möchte. Die Möglichkeit dazu hat sie in zwei Wochen, wenn es zur nächsten Partie direkt gegen die TSG Schnaitheim geht.

Es spielten: Aziret, Ruoff; Siegmann (2), Rentschler (3), Zirpins (3), Humme, Kommer, Engel (1), Stitz, Schneider (3), Newman (7/1), Huep (4)