Den Auftakt in die neue Saison hat sich das Trainerteam Feil/Elsenhans/Schweda sicherlich anders vorgestellt. Gegen den robust auftretenden Aufsteiger aus Ailingen hat sich die SHB-Truppe etwas den Schneid abkaufen lassen und verlor trotz guter Ansätze und nach vielen vergebenen Chancen unglücklich.

Trainer Thomas Feil musste unter der Woche im Training reichlich improvisieren. Zu den verletzten oder angeschlagenen kamen noch drei weitere kranke Spielerinnen hinzu. Ailingen war ein bisher unbekannter Gegner, im Lauf der Begegnung wurde klar, dass die TSG vor allem in der Abwehr nicht zimperlich zu Werke ging. Der Schiedsrichter ließ nach Meinung von Torwarttrainerin Sabine Schweda zu viel durchgehen. „Da hätte in der einen oder anderen Situation sicher mehr progressiv bestraft werden müssen“, so Schweda.

Der Spielverlauf war entsprechend torarm. Nur im Sieben-Minuten-Takt erzielte die SHB zunächst ihre Treffer. Nach 15 Minuten warf Anne Schweda das 2:4 aus Sicht der Herbrechtingerinnen. Danach lief es etwas besser, dennoch hörten die 50 Anwesenden in der Friedrichshafener Halle nur sehr selten Torjubel. Mit einem hauchdünnen 8:7 für die SHB ging es in die Kabinen.

Ein munterer Schlagabtausch fand dann in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit statt. Die Tore wurden hart erkämpft und kein Team konnte sich zunächst einen Vorteil erspielen. Die Gäste scheiterten jetzt immer wieder an der gegnerischen Torhüterin oder es waren Latte oder Pfosten im Wege. So baute man Ailingen auf.

Beim 14:17 knapp sieben Minuten vor dem Ende legte Trainer Feil die Karte zur Auszeit. Seine Mannschaft sollte vorne die herausgespielten Chancen konsequenter nutzen. Doch Ailingen erhöhte nach der Unterbrechung gleich auf 18:14. Dies war in vier Minuten Spielzeit nicht mehr aufzuholen, wenngleich Biller und Gerstmayr noch Ergebniskosmetik betrieben.

Kommendes Wochenende steigt – vorbehaltlich der neuesten Entwicklungen bezüglich Corona – das Derby gegen die TSG Schnaitheim. Eine Leistungssteigerung wird hierbei vonnöten sein.
SHB: Sadowski und Thierer im Tor; Fleischer, Sahin (2), Schweda (3), Wiedmann, Gröner, Braun (2), Rühle, Biller (2), Gerstmayr (2/1), Renner (5/3)