Das Topspiel zwischen dem Spitzenreiter SHB und dem Tabellenzweiten Burlafingen/Ulm wollten knapp 300 Zuschauer in der Herbrechtinger Bibrishalle verfolgen. Und sie bekamen ein wahres Spaktakel zu sehen.

Dabei musste SHB-Coach Philipp Gyaja auf die langzeitverletzte Franziska Braun und auf Linkshänderin Lena Biller verzichten. Zudem waren Luisa Fleischer und Lisa Uhl angeschlagen in die Partie gegangen. Bei den Gästen fehlten ebenfalls drei wichtige Leistungsträgerinnen.

Die SHB erwischt einen sehr guten Start

SHB-Kreisläuferin Steffi Renner eröffnete den Torreigen und nachdem Carmen Siller und Hanna Barth mit ihren Treffern zum 4:1 nachzogen, war der perfekte Start für die Gastgeberinnen geglückt. Weiter marschierte der SHB-Angriffswirbel auf das Gästegehäuse, was den Trainer des Tabellenzweiten beim Stand von 8:3 nach knapp 10 Minuten schon zur Auszeit zwang.

Der gewünschte Effekt trat zwar kurzzeitig beim zwischenzeitlichen 9:6 ein, aber jetzt liefen beide Lisas aufseiten der SHB zur Hochform auf. Knapp 10 Minuten dauerte die Feth-Uhl-Show und neun Treffer später war zur Halbzeit beim Stand von 21:10 die Vorentscheidung gefallen.

Traf fünfmal für die SHB: Lisa Feth.
Traf fünfmal für die SHB: Lisa Feth.
© Foto: Oliver Vogel

Die zweite Halbzeit eröffnete ebenfalls Lisa Uhl zum 22:10. Die komplette zweite Hälfte ließen die Hausherrinnen nicht nach. Die Partie gegen überforderte Gäste glich zeitweise einem Trainingsspiel. Spielzüge klappten, die Chancen wurden ebenfalls toll verwertet und das eigentliche Sorgenkind, nämlich die SHB-Defensive, stand an diesem Abend wie ein Bollwerk.

SHB-Trainer Gyaja konnte munter durchwechseln, ohne dass es einen Leistungsabfall zu verzeichnen gab. Linkshänderin Anne Schweda beendete mit ihrem Treffer zum 38:19-Endstand eine Lehrstunde gegen einen an diesem Abend unerwartet schwachen Gegner. Trotz des hohen Sieges feierte die Heimmannschaft ausgelassen und bleibt weiterhin das Team der Stunde in der Landesliga.

Das sagt Trainer Philipp Gyaja

Der SHB-Trainer wollte den hohen Sieg aber nicht überbewerten. „Es wird, wenn die Leistungsträgerinnen des Gegners zurückkommen, sicherlich ein deutlich schwereres Rückspiel“, so Gyaja, der dennoch überrascht war, gegen seine ehemalige Mannschaft so wahnsinnig dominiert zu haben. „Dass es so deutlich wird, hätte ich nicht gedacht“, so Gyaja weiter, der vor allem die zuletzt etwas krieselnde Defensive seiner Mannschaft hervorhob.

Auf die Frage, ob er zufrieden mit der bisherigen Hinrunde ist, antwortete Gyaja: „Mir wäre wohler, wenn wir das Spiel in zwei Wochen in Langenau schon gewonnen hätten, dann wäre es im Hinblick auf die lange Winterpause die perfekte Hinrunde."

Namen und Zahlen zum Spitzenspiel

SHB: Häckler und Serwe-Hug im Tor; C. Sahin, Fleischer, Barth (6), N. Sahin (2), Schweda (2), Lindenmaier (2), Rühle (1), Uhl (6), Gerstmayr (4/2), Feth (5), Renner (2), Siller (8/3)

Zeitstrafen: SHB 1 (Schweda); SG Burlafingen/PSV Ulm 4

Strafwürfe: SHB 7 (5 verwandelt); SG Burlafingen/PSV Ulm 4 (alle verwandelt)

Zuschauer: 290

Schiedsrichter: Kraft von der Aalener Sportunion