Herbrechtingen / Jochen Gerstlauer Eine guter erste Halbzeit reichte den Gastgeberinnen nicht.

Auch der Derbysieg gegen Schnaitheim vor knapp zwei Wochen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Landesliga-Handballerinnen der SHB in einer schwierigen Situation befinden: In den letzten sechs Spielen gab es fünf Niederlagen. Teilweise kamen diese zustande, weil die Spielgemeinschaft nach einer tollen ersten Halbzeit unerklärlicherweise in der zweiten Hälfte den Faden verlor. So reichten auch im Heimspiel gegen die HSG Ebersbach/Bünzwangen sehr gute 30 Minuten nicht, um etwas Zählbares mitzunehmen.

Furchtlos ging die SHB das schwierige Unterfangen gegen den Tabellendritten zunächst an, denn schließlich hatte man das Hinspiel noch 28:26 gewonnen. Beim 4:2 nach neun Minuten stand die Abwehr um eine sehr gut haltende Aische Sadowski sicher und vorne machten Sturm, Gerstmayr und Rühle mit ihren Treffern gehörig Dampf. Weiter glänzte die SHB mit gefälligen Kombinationen, hinten wurde es den Gästen sehr schwer gemacht, Tore zu erzielen. Bei einer knappen 12:11-Führung wurden die Seiten gewechselt.

Nun folgte bei der SHB der Einbruch. Vorne lief nicht mehr viel zusammen. Nach 35 Minuten lagen die Gastgeberinnen 13:16 zurück und agierten auch im weiteren Verlauf zu harmlos im Angriff. Beim 16:25 knapp zehn Minuten vor dem Ende war schon eine Entscheidung gefallen und die SHB-Spielerinnen ließen allmählich die Köpfe hängen.

Nur neunmal trafen die Blau/Weißen in der zweiten Halbzeit noch ins gegnerische Tor und mussten dem Gegner letztlich ohne große Gegenwehr die Punkte recht deutlich überlassen. Trainer Feil konnte sich den Einbruch in der zweiten Halbzeit auch nicht erklären.

Am Samstag wartet ausgerechnet der ambitionierte Tabellenführer (Winzingen/Wißgoldingen) auf die Feil-Schützlinge.

SHB: Sadowski und Serwe im Tor; Sturm (5), Fleischer, Schweda (1), Wiedmann (3), Gröner, Braun, Rühle (1), Biller (1), Gerstmayr (8/3), Renner (2)