Herbrechtingen / Jochen Gerstlauer Die SHB schlägt Uhingen/Holuhausen in einer zähen Begegnung mit 24:21 und klettert auf den sechsten Tabellenplatz.

Die Verunsicherung während des Heimspiels war allen Spielerinnen der SHB-Mannschaft förmlich anzumerken. Nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg haben sie aber letztlich die so wichtigen Punkte gegen Uhingen/Holzhausen für sich verbuchen können. Trainer Thomas Feil war die Erleichterung danach anzusehen. „Schön war es nicht, aber hauptsache gewonnen“, resümierte der SHB-Coach die 60 zähen Spielminuten.

Hoch anrechnen muss man dem Team, dass es toll kämpfte und auch bei einem schwierigen Spielverlauf noch die passenden Antworten fand.

Zu Beginn der Partie fanden die Gastgeberinnen aber noch kein Mittel gegen die gut gestaffelte Abwehr des Handballteams aus Uhingen/Holzhausen. Erst nach sechs Minuten konnte Lisa Friedrich den Abwehrverbund durchbrechen und traf zum 1:2. Die Gäste spielten besser, als es der vorletzte Tabellenplatz vermuten ließ.

Beim 4:7 aus Sicht der Heimmannschaft musste Feil nach 13 Minuten bereits zur Auszeit bitten. Zu oft verzettelten sich seine Spielerinnen in unvorbereitete Aktionen im Angriff und in der Abwehr konnten die Gäste viel zu einfach über den Innenblock werfen.

Energisch aus der Kabine

Nach der Auszeit aber wurden die SHBlerinnen besser: Stella Wiedmann und die formstarke Nilda Sahin spielten nun groß auf und schafften mit ihren Treffern den 8:8-Ausgleich. Diesmal nahm der Gästetrainer eine Auszeit, um den guten Lauf der SHB-Damen zu stoppen. Bis zum 11:11-Halbzeitstand konnte sich keins der beiden Teams mehr einen Vorteil erspielen.

Energisch kamen die SHBlerinnen dann aus der Kabine. Anne Schweda wurde toll frei gespielt und Sahin, Gerstmayr sowie Friedrich erhöhten auf 16:12 nach 37 Minuten. Jetzt schien es zu laufen, denn auch die wieder genesene Sadowski im SHB-Gehäuse parierte einige Würfe.

Das Zittern geht weiter

Doch noch immer konnte man im SHB-Lager nicht durchatmen, denn so richtig brachte der Vorsprung keine Sicherheit ins Spiel der Feil-Sieben. Beim 22:19 knapp sieben Minuten vor dem Ende stand das Spiel immer noch auf der Kippe.

Trainer Feil nahm eine weitere Auszeit, um seine Mannschaft auf die Endphase einzuschwören. Uhingen verkürzte sogar auf 20:22 und als Friedrich obendrein von der Strafwurflinie scheiterte, ging das Zittern in der Bibrishalle weiter.

Erst als Sahin mit einem Kontertor knapp zwei Minuten vor Ende zum 23:20 traf, erhellten sich die Mienen der SHB-Spielerinnen zusehends. Lisa Feth erzielte schließlich den letzten Treffer der Begegnung und die wichtigen zwei Punkte waren auf der Habenseite.

Durch den Erfolg machte die Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim einen Sprung ins Mittelfeld der Tabelle: Sie steht jetzt auf dem sechsten Platz.

Spielerinnen und Treffer der SHB

SHB: Sadowski und Serwe im Tor; Sturm, Fleischer, Sahin (6), Schweda (4), Wiedmann (2), Gröner, Rühle, Biller (1), Friedrich (7/2), Gerstmayr (3/2), Feth (1), Renner