Herbrechtingen / Sandra Gallbronner Absteiger SHB ist sowohl mit Trainern als auch Spielern im Gespräch, um sich für die Landesliga zu rüsten.

Noch drei Spiele hat die Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim in der Württembergliga zu bestreiten. Wie diese auch ausgehen mögen, für die SHB steht der Abstieg in die Landesliga bereits fest. Ein herber Schlag, der nicht überraschend kam, so SHB-Pressesprecher Jochen Gerstlauer: „Die sieben Abgänge nach der vorigen Saison haben wir nicht kompensieren können.“

Und es wird nicht leichter: Neben Trainer Dr. Mickel Washington verlässt Steffen Stängle den Verein. Bekanntlich wechselt der Torhüter zum Landesligisten TV Steinheim. Rückraumspieler Janis Bauer möchte sich schonen und nur noch einspringen, wenn Not am Mann ist. Eigengewächs Till Klotzbücher hingegen muss aufgrund von Schulterproblemen den Handball künftig komplett an den Nagel hängen. Steffen Zeiher wird aus beruflichen Gründen zurücktreten.

Noch laufen die Gespräche

Zurzeit befinde sich der Verein mit zwei, drei Kandidaten für den Trainerposten im Gespräch und kümmere sich um Spielerverpflichtungen, so Gerstlauer. Dass dabei das Werben von auswärtigen Spielern nicht ausreicht, ist den Verantwortlichen bewusst. Der Plan: auf junge eigene Spieler setzen. „Unser Glück ist die starke A-Jugend“, so Gerstlauer.

Mit Luca Hauser und Hannes Baur haben bereits zwei A-Jugendspieler Erste-Mannschaft-Luft schnuppern können. Baur ist Linkshänder, somit ein wertvoller Spieler für die SHB. Nun gelte es, die Jugendlichen im Verein zu halten, sagt der Pressesprecher.

Die Suche nach Verstärkung wird auch dadurch erschwert, dass der Coach noch nicht feststeht, gibt Gerstlauer zu. Machen auch eigene Spieler ihre Entscheidung beim Verein zu bleiben vom Trainer abhängig? Der Pressesprecher glaubt das nicht. Allgemein sei die Stimmung unter den Spielern trotz aller Niederlagen relativ gut.

In der Landesliga etablieren

„Es waren drei tolle Jahre in der Württembergliga, aber es war fast unmöglich, sich dort länger zu halten“, resümiert Gerstlauer. Schließlich kämen durch Aufwandsentschädigungen in der fünften Liga auch finanzielle Belastungen. Nun wolle man den freien Fall verhindern und sich in der Landesliga die kommenden zwei bis drei Jahre etablieren. „Es wäre vermessen, direkt wieder mit einem Aufstieg zu rechnen“, sagt Gerstlauer.

Nach dem Erfolgserlebnis gegen Hegensberg/Liebersbronn ist die SHB am Samstag zu Gast bei der HSG Ostfildern (20 Uhr).