Neresheim / Kathrin Schuler Der SV Neresheim scheidet nach einem 2:3 gegen den SV Fellbach in der ersten Runde aus.

Nach einer Runde ausgeschieden und trotzdem kein Bedauern: Für den SV Neresheim hat sich der WFV-Pokal mit der 2:3-Niederlage gegen den SV Fellbach erledigt. Doch der Neresheimer Trainer Erdal Kalin ist mit dem temporeichen Spiel und der Leistung seiner Mannschaft trotzdem vollauf zufrieden: „Letzten Endes war es ein sehr gutes Spiel auf Augenhöhe: Als Landesliga-Aufsteiger haben wir gegen einen Verbandsligisten gespielt, ohne das man einen Klassenunterschied bemerkt hat.“

Nachdem der SV Fellbach in der 12. Minute in Führung ging, dominierte Neresheim bis zur Halbzeitpause das Spiel. Neuzugang Amir Werner (bisher AC Milan Heidenheim) nutzte die Chance zum Ausgleichstreffer. Mike Marianek, ebenfalls ein Neuzugang im Neresheimer Kader, verwandelte zum 2:1.

„Die Fellbacher sind mit viel Wut im Bauch wieder aus der Kabine gekommen und haben in der zweiten Halbzeit ein deutlich aggressiveres Spiel an den Tag gelegt“, sagt Kalin. In einer Standardsituation habe seinen Spielern die Zuordnung gefehlt, sodass der Gegner ausgleichen konnte. Neresheim fehlte zudem in der zweiten Halbzeit frischer Wind von der Bank: Urlaubsbedingt habe man nur einen Auswechselspieler dabeigehabt. Kurz vor Abpfiff in der 86. Minute kam dann das 3:2: Im mangelhaften Zweikampfverhalten der Neresheimer konnte sich der Fellbacher Oguz Dogan durchsetzen. „Das hätte nicht passieren dürfen“, meint der Neresheimer Coach. Trotzdem sieht er die Niederlage nicht als Dämpfer für die bevorstehende Saison seiner Mannschaft in der Landesliga: „Natürlich gab es Defizite. Nicht nur in der Defensive, auch in Situationen des Ballverlusts müssen wir schneller reagieren und im Zweikampf aggressiver vorgehen“, sagt Kalin. Dem Pokal müsse man keine Träne nachweinen, so Kalin: „Die Mannschaft präsentiert sich sehr gut und ich bin vollauf zufrieden.“