Ein Team eines Teilortes gegen eine Mannschaft der Stadt: Kein Wunder, dass die 2. Runde im WFV-Pokal die Fußballfans auf dem Härtsfeld elektrisiert. Wenn die Sportfreunde Dorfmerkingen am Samstag (15.30 Uhr) beim SV Neresheim zu Gast sind, kommt es auch zu einem ungleichen Duell. Schließlich treten die Hausherren zwei Ligen niedriger an.

Das spielt aber eine eher untergeordnete Rolle. Denn dieses Stadtderby bei einem Pflichtspiel gab es schon seit 36 Jahren nicht mehr, erzählt Manfred Raab. „Natürlich ist es ein Highlight. Nicht nur für die Mannschaft, sondern für das gesamte Umfeld“, so der Neresheimer Trainer. Schade sei es allerdings, dass das Aufeinandertreffen in die Corona-Zeit falle. „Es dürfen höchstens 500 Zuschauer beim Spiel dabei sein. Mit Sicherheit würden sonst mehr kommen. Es hätte einen Zuschauerboom geben können“, so Raab.

Für den Außenseiter werde es laut Raab darauf ankommen, gut zu stehen und die bewährte Devise zu befolgen: „so lange wie möglich das Spiel offen zu halten“. Allerdings muss der SVN-Trainer bei dem ohnehin schon eher schmal besetzten Kader auf vier Spieler verzichten.

SVN-Torhüter fehlt gesperrt

Während Oguzhan Cay aus privaten Gründen fehlt, gibt es mit Amir Werner (Bänderriss), Fabio Mango (Bandscheibenvorfall) und Flavio Herzberger gleich drei Langzeitverletzte bei den Gastgebern. Somit stehen Neresheim nur 14 Feldspieler zur Verfügung. Zudem fehlt Stammtorhüter Samuel Aubele aufgrund einer roten Karte im Testspiel gegen Feuchtwangen rotgesperrt. Für ihn wird der junge Julian Hubel das Neresheimer Tor hüten.

Und noch eine Besonderheit: Mit Andreas Mayer, Mike Marianek und Yannick Knauß liefen drei Neresheimer Spieler auch schon für Dorfmerkingen auf. Zudem kennt SFD-Trainer Helmut Dietterle auch SVN-Kapitän Denis Werner und den Neuzugang Dominik Pfeifer (kam aus der Oberliga vom TSV Ilshofen) gut.

Besonderes Augenmerk auf Andreas Mayer

„Für das Härtsfeld ist es ein besonderes Spiel“, weiß auch der Dorfmerkinger Coach um die Brisanz des Pokalspiels. Speziell für Andreas „Bobo“ Mayer, der erst nach der vergangenen Saison die Sportfreunde verlassen musste und anschließend zum SV Neresheim stieß. „Bobo wird ein gutes Spiel abliefern wollen und sein Team motivieren, damit Neresheim uns ein Bein stellen kann“, sagt Dietterle.

Karten gab es nur im Vorverkauf


Aufgrund des Hygienekonzepts für den Amateurfußball in Baden-Württemberg sind lediglich 500 Zuschauer bei Spielen erlaubt. Daher gab es Karten im Vorfeld des Derbys. Nach zehn Minuten war das Kontingent in Dorfmerkingen ausverkauft, seit Donnerstag gibt es auch in Neresheim keine Karten mehr. Die Fans der Sportfreunde sollen in schwarz-rot erscheinen.