Hermaringen / Nadine Rau „Vorsichtig spielen können wir nicht“, sagt Hermaringens Trainer Roland Häge vor dem Relegationsspiel am Dienstag (18 Uhr) gegen Dorfmerkingen II.

Der eine mag sie, die Relegation, der andere nicht. „Ich hab’ es nicht gern. Das ist nervenaufreibend“, sagt Matthias Hauf, Trainer von Dorfmerkingen II. „Ich finde das grundsätzlich gut. Das sind die Spiele, für die wir die ganze Saison trainiert haben“, entgegnet Roland Häge, Trainer des SC Hermaringen.

Die beiden Trainer werden am Dienstagabend (18 Uhr) an der Seitenlinie stehen, wenn ihre beiden Teams aus der Kreisliga A 2 und A 3 im Rennen um den Aufstieg in die Bezirksliga gegeneinander antreten. Gespielt wird in Unterschneidheim – für Dorfmerkingen eine knappe halbe Stunde, für Hermaringen um die 45 Minuten Fahrzeit. Ein Fanbus wird der Mannschaft hinterherfahren.

Sie sind einander nicht unbekannt, die beiden Trainer und ihre jeweilige Elf. „Ich kenne Matthias Hauf sehr gut und weiß, dass seine Teams immer gut organisiert sind“, lobt Häge den ehemaligen Trainer des FV Burgberg. Mit weiteren Verantwortlichen aus Dorfmerkingen ist Häge gut befreundet, man kennt und schätzt sich – und Häge freut sich auf die Partie.

„Allergrößten Respekt“

Hauf wiederum kennt auch die Hermaringer und weiß, was auf ihn zukommt: „Das wird eine große Hürde für uns. Hermaringen hat eine richtig gute Truppe und sie verdienen allergrößten Respekt.“ Häge stimmt dem gerne zu. „Wir sind vielleicht die Außenseiter, aber wir können auch ein ganz ekliger Gegner sein“, betont der Hermaringer Trainer, der sich das Spiel zwischen Dorfmerkingen II und Heubach in der ersten Runde der Relegation angesehen hat, um gut vorbereitet zu sein. Für seine Mannschaft indes ist das Spiel am Dienstag das erste Relegationsspiel, hatte Hermaringen in dieser Saison doch das Freilos für die erste Runde.

Für Dorfmerkingens Trainer allerdings ist das Spiel mehr kein Grund zu hadern. „Durch den Sieg sind wir jetzt zumindest voller Selbstbewusstsein“, sieht er es positiv. Und: Seine Mannschaft sei so vielleicht noch besser im Spielrhythmus. Dorfmerkingen hat die Hinrunde als Tabellenvierter abgeschlossen, sich nach der Pause gesteigert und als beste Mannschaft der Rückrunde die Vizemeisterschaft klargemacht. Klingt ganz ähnlich wie in Hermaringen. „In der Rückrunde hat sich meine Truppe weiterentwickelt und ist stabil geworden. Davor hätte doch keiner gedacht, dass wir jetzt diese Relegation bestreiten“, beschreibt es Roland Häge.

Kein Herantasten?

Der hat für die bevorstehende Aufgabe schon seinen Plan in der Schublade. Verraten wird vorab aber nur eines: Am bisherigen System will er nicht rütteln, er wird wie in den Saisonspielen auch mit drei Spitzen aufwarten. „Ich halte an den drei Stürmern fest, meine Art Fußball zu spielen ist einfach offensiv“, ist er überzeugt. Also kein vorsichtiges Herantasten? „Wir können gar nicht vorsichtig spielen“, scherzt Häge.

Auf der anderen Seite ist Hauf über die offensive Kraft seines Gegners (88 Saisontore) im Bilde und will dem die „richtig gut organisierte Defensive“ seiner Mannschaft entgegenstellen. Auch im Umschaltspiel sei seine Elf gut. Überhaupt gibt sich Hauf vor dem Spiel recht entspannt. Dorfmerkingen sei nicht mit dem Ziel angetreten, aufzusteigen. „Wir haben also nichts zu verlieren.“

Entschieden ist mit dem Ausgang des Spiels zunächst noch nichts. Der Sieger muss erst gegen den Viertletzten der Bezirksliga antreten. Der Sieger dieser Partie darf in der kommenden Saison in der Bezirksliga spielen.