Kreis Heidenheim / Thomas Jentscher Im Bereich des Württembergischen Fußballverbandes gibt es eine Mehrheit für das 1-4-12-Modell.

Der demografische Wandel zeigt sich auch im Fußball, die Anzahl der gemeldeten Mannschaften sinkt vielerorts. Zwischen 2007 und 2017 wurden im Bereich des WFV 370 Teams weniger gemeldet, die Mitgliederzahl ging um 25 000 zurück. So wird beim Verband schon seit einiger Zeit darüber nachgedacht, die Anzahl der Bezirke von derzeit 16 auf zwölf oder gar neun zu verringern.

Bei einer Probeabstimmung zeigte sich, dass circa zwei Drittel ein 1-4-12-Modell, also eine Verbandsliga, darunter vier Landes- und zwölf Bezirksligen, bevorzugen würden. So lautet auch die Empfehlung der Kommission Verbandsstruktur. Bei nur neun Bezirksligen würde möglicherweise die Zahl der Landesligen auf drei sinken. So lassen, wie es derzeit ist, will jedenfalls kaum einer. In manchen Bezirken im WFV sind nur noch 70 Teams gemeldet, so werden die Ligen zu klein.

Auf der anderen Seite kämen bei einer Strukturreform auf einige Klubs weitere Fahrten zu, es würde auch der ein oder andere Posten wegfallen. Die Bezirke würden bei einem Modell nicht neu aufgeteilt werden, nur die Bezirksligen größer werden.

140 aktive Herrenmannschaften

Der Vorsitzende des hiesigen Bezirks Ostalb sieht der Entscheidung gelassen entgegen: „Ich habe keinen Favoriten, was die Modelle betrifft, und uns wird das ohnehin weniger betreffen, da wir zu den größten Bezirken im WFV gehören“, sagt Jens-Peter Schuller. Derzeit sind rund 140 aktive Herrenmannschaften am Start, dazu kommen die Reserven. Klar sei aber auch, dass es immer weniger Mannschaften gebe und deshalb etwas getan werden müsse.

Eine Entscheidung treffen die Delegierten erst beim Verbandstag im Mai 2021, natürlich werden aber schon jetzt Verhandlungen geführt und Weichen gestellt.

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