Bettringen / Edgar Deibert Gibt’s tatsächlich eine Partie der Marke Spitzenspiel? Schließlich treffen die beiden spielstärksten Teams aufeinander.

Neutrale Beobachter der Bezirksliga gehören wohl zu den verwöhntesten Fußballfans. In der Vorsaison gab es ein Herzschlagfinale zwischen dem FV Sontheim und dem SV Waldhausen. Der FVS wurde Meister – punktgleich mit dem SVW. In dieser Spielzeit wechselt die Tabellenführung regelmäßig und den Spitzenreiter aus Neresheim trennt nur ein Punkt vom Tabellenzweiten Bettringen. Am Sonntag treffen die beiden spielstärksten Teams der Liga aufeinander (15 Uhr). „Ich denke, dass Bettringen etwas stärker unter Druck steht als wir“, sagt Neresheims Trainer Erdal Kalin. Auch wenn der Vorsprung des SVN aufgrund eines „rabenschwarzen“ Aprils (Kalin) zusammengeschmolzen ist.

Auffällig ist, dass mit Bettringen und Neresheim die erfolgreichste Offensive (77 Tore) auf die stabilste Defensive (25 Gegentreffer) trifft. Dennoch wolle der SVN im Auswärtsspiel nicht mauern, sondern offensiv denken, betont Coach Kalin.

Wenn’s nach Bernd Maier ginge, müsste es nicht so spannend sein. „Wir hätten es lieber anders“, sagt der Bettringer Coach. Die SGB habe es aber verpasst, sich an der Spitze abzusetzen. Andererseits hatten die Bettringer nach der Hinrunde sechs Punkte Rückstand auf Neresheim, also sind sie nicht unglücklich über den weiteren Saisonverlauf, so Maier weiter. Doch ganz schnell kann aus dem Zweikampf um die Meisterschaft auch ein Dreikampf werden. Dessen sind sich beide Trainer bewusst. Schließlich lauert der TV Neuler als bestes Rückrundenteam auf Platz drei.

Eben diesen formstarken TV Neuler empfängt am Sonntag die TSG Schnaitheim. Zudem kommt’s zum Duell AC Milan Heidenheim gegen die TSG Nattheim. Und der abstiegsbedrohte VfL Gerstetten spielt beim Vorletzten TV Heuchlingen.