Sontheim / Edgar Deibert Im Hinspiel setzte sich der FV Sontheim auch dank Manuel Renner beim überlegenen TSV Neu-Ulm durch. Dieser brennt auf eine Revanche.

Wird’s noch einmal richtig eng für den FV Sontheim? Da die Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt wieder regelmäßig punkten, ist der Sontheimer Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz auf vier Punkte geschmolzen. Dabei hat sich der FVS aber wieder gefangen, wie Spielertrainer Marcus Mattick betont. Nach drei Niederlagen in Folge gab’s zuletzt vier Punkte in zwei Spielen (Sieg und Unentschieden)

Beim TSV Oberensingen lagen die Sontheimer sogar 2:0 in Front, ehe die Gastgeber einen Anschlusstreffer der Marke kurios erzielten. „Nach einem Flachschuss, der mit gefühlt 5 km/h aufs Tor rollte, hüpfte dieser aufgrund einer Bodenwelle hoch“, erklärt Mattick. Torhüter Manuel Renner war geschlagen, wofür er nichts konnte.

Nun gelte es im Nachholspiel am Gründonnerstag (18 Uhr) den TSV Neu-Ulm auf Distanz zu halten, gibt Mattick die Richtung vor. Im Hinspiel war der FVS beim Mitaufsteiger zwar deutlich unterlegen, ging aber als Sieger vom Platz (2:1). Laut Mattick sei Neu-Ulm entweder am eigenen Unvermögen oder aber an Sontheims Keeper Renner gescheitert. „Die spielen gut mit, ihnen fehlt aber ein Torjäger“, sagt Mattick über den Gegner.

Neu-Ulms mangelnde Chancenverwertung

Ähnlich sieht es sein Gegenüber Ünal Demirkiran. Vom spielerischen her gehöre seine Mannschaft eher ins Mittelfeld der Tabelle. „Von der Chancenverwertung stehen wir aber zurecht da unten“, räumt der ehemalige FCH-Spieler ein. In der Hinrunde liefen seine Spieler mehrmals alleine auf Renner zu, erinnert sich der 39-Jährige. „Da müssen wir mehr reinmachen, egal wie gut der Torhüter ist.“

Aktuell belegt der TSV mit 21 Punkten den ersten Abstiegsplatz und hat sechs Zähler Rückstand auf den FVS. Demirkiran sieht das Spiel gegen Sontheim fast schon als letzte Chance im Kampf um den Klassenerhalt. Zudem sei auch eine Revanche offen.

Zuletzt präsentierten sich die Neu-Ulmer sehr stabil, schließlich gab’s in den letzten fünf Spielen keine Niederlage — allerdings auch nur einen Sieg. Mit insgesamt neun Unentschieden belegt der TSV in dieser Wertung den zweiten Platz hinter Waldstetten (zehn). Zum Vergleich: Sontheim spielte nur drei Mal remis.

Grippegeschwächte Sontheimer

Beide Trainer erwarten ein kampfbetontes und aggressiv geführtes Spiel. Dabei stehen bei einigen Sontheimern ein Fragezeichen hinter einem Einsatz: Manuel Haas, Joshua Leoff und Mike Marianek lagen mit Grippe flach. Falls es personell eng wird, will Marcus Mattick trotz einer Adduktorenzerrung auflaufen.

Mattick: „Das war grob unsportlich“

Nachwirkungen hatte das Spiel in Oberensingen. Die „Nürtinger Zeitung“ schrieb vom „Reizklima“ und zitierte Oberensingens Spieler Elbasan Emerllahu wie folgt: „Die wollten nicht einmal die Hand geben.“ Dafür hat Marcus Mattick allerdings kein Verständnis: Wenn man während eines Spiels Morddrohungen erhalte, gebe man anschließend nicht die Hand.

Während der Partie bezeichnete der Stadionsprecher den FV Sontheim als „Karnevalsverein“, was Mattick als „grob unsportlich“ bezeichnet. „Keine Ahnung, was ihn da geritten hat. Da hat er sich komplett daneben benommen“, so der Spielertrainer.

Nach der Begegnung habe man den Stadionsprecher zur Rede gestellt. Dieser sei bei seiner Meinung geblieben und habe erklärend nachgeschoben, dass die Sontheimer früh auf Zeit gespielt hätten, was Mattick strikt verneint. Allerdings habe sich Oberensingens Coach Andreas Broß bei den Verantwortlichen des FVS entschuldigt.