Gemeinsam mit den Teamkollegen eine gute Zeit zu haben, möchte jeder, der Fußball spielt. Doch mitunter leidet die Disziplin, besonders im Amateurbereich. Um den Spagat zwischen der sportlichen Zielerreichung und dem Spaß an der Sache gewährleisten zu können, ist hin und wieder auch eine teaminterne Strafe notwendig. Diese Strafen können dabei sowohl in ihrer Ursache als auch in der Umsetzung sehr lustig sein, wie einige Beispiele zeigen. Doch auch Handballteams sind oft einfallsreich.
Fabian Horsch, Kapitän der Bezirksliga-Fußballer der TSG Nattheim

„Tatsächlich haben wir im Trainingslager eine neue Strafe eingeführt, die ganz lustig ist. Wir haben eine Übung gemacht, bei der man am Ende auf ein ganz kleines Tor schießen musste. Derjenige, der nicht getroffen hat, hat dann die Strafe mit der Bezeichnung „kein Talent“ (2 Euro) bekommen. Außerdem spielen wir vor den Trainingseinheiten oft fünf gegen zwei. Da gibt es die Strafe „Rondo“ (50 Cent), wenn ein Spieler getunnelt wird oder wenn die fünf Spieler außen 20 Kontakte schaffen, ohne dass die zwei in der Mitte den Ball berühren.“
Jorgo Kentiridis, Kapitän der Landesliga-Fußballer des FV Sontheim

„Sobald man eine neue Freundin hat, muss man bei uns eine Kiste Bier für die Mannschaft mitbringen.“
Joe Colletti, Trainer der U-19-Fußballer des VfR Aalen

„Damals beim TV Neuler kam ein Spieler zu spät zum Spiel, weil er am Abend davor feiern war. Als Strafe durfte er beim nächsten Heimspiel nicht auf dem Feld stehen, sondern wurde als Kassierer eingespannt. Dabei musste er jedem Zuschauer die Frage beantworten, warum er nicht spielt, und hat sich unfassbar geschämt.“
Lars Braun, Handballer bei der SG Herbrechtingen/Bolheim

„Während Besprechungen oder bei Erklärungen des Trainers werden prellen, rülpsen und furzen mit einem Euro beim Kassenwart entschuldigt. Das ist sehr witzig und kommt sehr oft vor. Wenn man denkt, der Trainer ist fertig und mit dem Ball prellt und er wieder anfängt. Zudem ist bei Diskussionen über Strafen es den Kassenwärtern freigestellt, für unnötige Diskussionen zwei Euro zu verlangen. Davor gibt es aber eine Warnung, dass es bei weiterer Diskussion zu dieser Strafe kommt. Das kam schon öfter vor.“
Patrick Schwarz, Trainer der Kreisliga-A-Fußballer des TSV Gussenstadt

„Wir haben ein paar spezielle Strafen. In der Kabine erbrechen oder furzen kostet etwas, ebenso wie in die Dusche pinkeln. Wer sich das Kreuzband reißt, so wie ich damals, muss auch eine Kiste Bier zahlen.“
Benjamin Meschke, Trainer der Kreisliga-A-Fußballer des SV Bissingen

„Wir haben zum Ende der letzten Saison das ‚Lauben-Schwein‘ eingeführt. Das ist ein Sparschwein, in das die Jungs ihre Strafen einzahlen. Das Schwein wurde dann im Trainingslager geleert, der Betrag kam den Jungs am Mannschaftsabend zugute, als man in den gleichnamigen Club (Laube) gegangen ist.“
Jochen Gerstlauer, für die Pressewart bei den SHB-Handballern

„Gleich 50 Euro kostet es, in der eigenen Kabine ein großes Geschäft zu verrichten. Schließlich soll es nicht im eigenen Lager stinken. Sobald man sieht, dass die Tür abgeschlossen ist, wartet man, um zu sehen, wer drin war. Das war schon zu meiner Aktivenzeit so. Ich glaube, dass das andere Vereine auch so machen.“
Tim Baur, Trainer der Handballerinnen des TV Steinheim

„Bei uns gibt es den sogenannten Dummeneuro. Darunter kann praktisch alles fallen, beispielsweise eine dumme Frage oder Ähnliches. In der Männermannschaft kostet sogar das Furzen während der Besprechung etwas.“

