Steinheim / Nadine Rau In der dritten Runde der Relegation im Rennen um einen Platz in der Regionenliga scheiterte der TV am 1. FC Stern Mögglingen und verlor 0:3.

Möglich ist im Fußball alles. Erst vergangene Woche haben die Hermaringer es geschafft, einen 0:3-Rückstand in der Relegation noch in ein 4:3 zu verwandeln und damit den Aufstieg zu feiern. Bei den Steinheimer Fußballerinnen sollte es jedoch nicht sein. Auch die Mannschaft von Anton Heilig und Johannes Adler kassierte im alles entscheidenden Spiel drei Gegentreffer, aber es gelang ihnen nicht, die Partie zu ihren Gunsten zu drehen.

Angetreten war der Bezirksligist TV Steinheim in der bereits dritten Runde der Relegation gegen den 1. FC Stern Mögglingen. Gespielt wurde in Mögglingen vor mehr als 200 Zuschauern um einen Platz in der Regionenliga.

In den ersten zehn Minuten hat noch alles gut ausgesehen. Zwar erarbeiteten sich die Gäste noch keine klare Torchance, waren aber die bestimmende Mannschaft. „Dann haben wir auf einmal aufgehört, Fußball zu spielen“, resümierte Adler eine Stunde nach Abpfiff. Warum, das blieb ihm ein Rätsel. „Das war nicht mehr die Mannschaft der vergangenen Wochen“, verglich er im Hinblick auf die ersten beiden Relegationsrunden. Klare Leistungsabfälle seien zu erkennen gewesen – nach vorne nur lange Bälle, Abspielfehler, keine sichere Verteidigung.

Die Mögglinger nutzten das gnadenlos aus: Binnen fünf Minuten schossen sie drei Tore, noch bevor eine halbe Stunde auf der Uhr verstrichen war. In der Pause hätten die beiden Trainer versucht, ihre Mannschaft wieder aufzurichten, und zum Teil sei das auch gelungen. Nach dem Seitenwechsel agierten die Steinheimer wieder angriffslustiger, hätten auch das 1:3 schießen können. Aber Ann-Kathrin Haecker traf den Ball nicht richtig und setzte ihn übers Tor. Im Laufe der zweiten Halbzeit wechselten Heilig und Adler dreimal aus, aber auch die neuen Spielerinnen konnten die Partie nicht entscheidend verändern. Mögglingen indes verteidigte hinten „mit Mann und Maus“, wie Adler es nannte. Bis zum Abpfiff passierte nichts mehr, es sollte beim 3:0 für die Gastgeber bleiben.

Warum es so schlecht für Steinheim gelaufen ist, darüber kann Adler nur spekulieren. Sehr schwül sei es gewesen, außerdem hatten die vorhergehenden Spiele, vor allem gegen Bellenberg mit Elfmeterschießen, Kräfte gekostet. Zusätzlich sei es wohl Kopfsache gewesen.

Über den regulären Weg hat der TV damit den Aufstieg verpasst. In Stein gemeißelt ist das allerdings noch nicht. Denn die Spielgemeinschaft TSV Albeck/SV Ballendorf hat gestern in der Relegation gegen Urbach gewonnen und steigt in die Landesliga auf. Damit könnte ein weiterer Platz in der Regionenliga frei werden. Genaueres wusste aber auch die Mannschaft gestern Abend noch nicht (Information folgt).

In jedem Fall steht für die Steinheimer Fußballerinnen in dieser Woche noch zweimal Training an, eventuelle neue Spielerinnen sollen dann miteingebunden werden. Schließlich steht noch der Saisonabschluss an. „Danach ist mal Pause“, so Adler. Die wird nach dieser Relegationsphase auch nötig sein.

Die Aufstellung

Steinheim: Rupp, Keller (Benz), Fröbe, Heilig, Lindner, Stampf (Wittmann), Hohl, Haecker, Mödinger (Langhans), Haas, Dietz