Altenberg / Wolfgang Gentner Der SV Altenberg hat am Freitagabend in Herbrechtingen den TKSV Giengen nach Verlängerung mit 3:2 geschlagen und darf in der kommenden Saison in der Kreisliga A3 antreten. Der TKSV Giengen steigt in die Kreisliga B5 ab.

Der SV Altenberg steigt nach  dem hart erkämpften Sieg gegen den TKSV Giengen in die Kreisliga A auf. Dabei sah es nach dem 0:2-Pausenrückstand ganz bitter für die Altenberger aus, doch nach der Einwechslung des zweifachen Torschützen Achim Heck kamen die Altenberger in der regulären Spielzeit noch zum Ausgleich und waren dann in der Verlängerung das glücklichere Team.

Zu Beginn der Partie bestimmten die Altenberger zwar gegen den tief stehenden TKSV Giengen das Spiel, doch mehr als eine Großchance in der siebten Minute durch Rene Mayer sprang nicht heraus. Der SVA versuchte es allzu oft mit langen Bällen und stellte so den gut stehenden Gegner vor keine großen Probleme.

Stattdessen gingen die Giengener in der 26. Minute zu diesem Zeitpunkt unverdient in Führung, als sie einen Freistoß ganz schnell ausführten und  der aufgerückte Muhamet Kadriya allerdings aus Abseitsposition des 1:0 markierte.

Einmal Abseits, einmal nicht

Danach traute sich der TKSV  plötzlich viel mehr zu, kombinierte mit der Führung im Rücken gefällig und ging nach einem erneuten Freistoß gar mit 2:0 in Führung, denn Fayez Almir nutzte die Schläfrigkeit der Altenberger Abwehr und schob in der 34. Minute völlig freistehend ein.

Auch diesmal wurde Abseits reklamiert, aber dieser Treffer war völlig regulär. Die folgenden Minuten bis zur Halbzeit zeigte Altenberg dann eine gute Reaktion und kam auch immer wieder über außen gefährlich durch.

Insbesondere David Forster sowie sein Sturmkollege Hannes Henning hatten den Anschlusstreffer auf dem Fuß, doch TKSV-Torhüter Haikan Kocar stand immer wieder richtig und verhinderte einen Treffer.

Zur zweiten Hälfte wechselte Altenbergs Coach Hans Mack mit Achim Heck einen weiteren Stürmer ein und dieser brachte auch gleich Bewegung in das Angriffsspiel. Heck setzte sich in der 56. Minute resolut im Strafraum durch, hätte sich auch über ein Foul nicht beklagen können, und schob zum 2:1 ein. Zwar hatte der SVA nur kurz später nach einem Freistoß durch Jan Gräßle schon den Torschrei auf den Lippen, doch Giengens Keeper Kocar zeigte sich wiederum von seiner besten Seite.

Die Partie verflachte danach etwas, da beide Teams sich neutralisierten und Torszenen überhaupt nicht zu verzeichnen waren. So fiel der Ausgleich in der 69. Minute überraschend, als sich Moritz Rettenberger über links durchsetzen konnte und sein Zuspiel von Heck in der Mitte toll zum 2:2 verwertet wurde.

In der Schlussphase kam der TKSV Giengen wieder besser in die Partie, während die Altenberger viel zu passiv agierten und fast dafür bestraft wurden. So blieb der Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit aus, als Rettenberger Giengens Stürmer Almir im Strafraum zu Fall brachte.

So musste die Verlängerung für die Entscheidung sorgen und auch hier blieb der TKSV  das spielbestimmende Team. An vorderster Front fehlte jedoch die letzte Entschlossenheit und bei einem Konter der Altenberger wurde Heck im Strafraum gelegt. Doch auch hier blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm.

Kräfte ließen nach

Beiden Teams merkte man in der zweiten Halbzeit der Verlängerung den Kräfteverschleiß an und als viele sich schon auf ein Elfmeterschießen eingestellt hatten, fiel dann in der 112. Minute doch noch die Entscheidung. Gräßle zog einen Freistoß in die Mitte und Giengens Abwehr konnte den Ball nicht klären. Altenbergs Peter Lanzinger erkannte die Situation am schnellsten und schoss aus acht Metern zum 2:3 ein. Zwar warf der TKSV nochmal alles nach vorne, doch richtig gefährlich sollte es nicht mehr werden und so stand der vielumjubelte Aufstieg des SV Altenberg fest.