An diesem Wochenende sollte es weitergehen in den bayerischen Ligen. Eigentlich. Doch während in Württemberg der Ball bereits seit Wochen bei Pflichtspielen auch vor Zuschauern wieder rollt, wurde in Bayern der Re-Start verschoben.

Keine einfache Situation für Philipp Schmid. Der Hermaringer ist Stürmer und Co-Trainer beim FC Gundelfingen, der die Tabelle in der Landesliga Südwest anführt. Der Bayerische Fußballverband (BFV) bedauert, dass der bayerische Ministerrat sich in seiner Sitzung am Dienstag, 1. September, nicht zum weiteren Vorgehen in den Amateurklassen geäußert habe. Ohne eine politische Freigabe kein Kicken, eventuell könnte die Saison 2019/20 – anders als in Württemberg gab es keinen Saisonabbruch – in zwei Wochen fortgesetzt werden.

Umfrage wegen einer Klage

Momentan läuft eine Umfrage bei den Vereinen, ob der BFV „als letzte Möglichkeit“ den Rechtsweg beschreiten und Klage erheben soll. Bis Montagmorgen, 7. September, können die Vereine ihre Stimme abgeben. Und zwar im Vorfeld der nächsten Sitzung des Ministerrates am Dienstag.

Folgende drei Fragen werden in der Umfrage gestellt:

1) „Halten Sie die Entscheidung der Staatsregierung, Wettkampfspiele im bayerischen Amateurfußball nach wie vor nicht zu erlauben und auch keine Zuschauer in begrenztem Umfang zuzulassen, für richtig?“

2) Wollen Sie, dass der Wettkampfspielbetrieb im Jahr 2020 baldmöglichst wieder aufgenommen wird und der BFV sich dafür einsetzt?

3) Soll der BFV rechtlich gegen das Verbot des Wettkampfspielbetriebs im Amateurfußball vorgehen und gegebenenfalls gerichtlich Gleichbehandlung mit Freiluft-Kulturveranstaltungen analog §21 Abs.2 der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung geltend machen?

Hoffen auf Klarheit

Philipp Schmid versteht, dass Regeln in den Bundesländern unterschiedlich ausgelegt werden. „Mittlerweile ist die Spanne aber riesig“, ist dem Angreifer, der auch auf Sportplätzen im Kreis Heidenheim unterwegs ist, aufgefallen. „Da muss einfach Klarheit her“, betont der 26-Jährige.