Fußball

Hermaringens Trainer Chrisovalantis Chalkidis kritisiert: „Das war Angsthasenfußball“

Autsch! In der 3. Runde des Bezirkspokals kassierte der SC Hermaringen zu Hause eine 0:6-Klatsche gegen Türkspor Heidenheim. Chrisovalantis Chalkidis nimmt kein Blatt vor den Mund. Was dem Hermaringer Coach überhaupt nicht gepasst hat:

Da zog ein Gewitter auf über dem Sportplatz des SC Hermaringen auf dem Kupferschmied. Und zwar in Person von Chrisovalantis Chalkidis. Seit dieser Saison ist der 41-Jährige, der höherklassig unter anderem in der Verbandsliga bei Dorfmerkingen und Essingen und dem VfR Aalen gespielt hat, Trainer des SC. In der 3. Runde des Fußball-Bezirksligisten hielten die Hermaringer gegen Türkspor Heidenheim in der ersten Halbzeit gut mit. Zwar lagen sie zur Pause mit 0:3 zurück, aufgrund von Pfosten- oder Lattentreffern hätte es aber auch 3:3 stehen können. Und trotzdem wurde Chalkidis in der Pause laut. „Die Jungs haben gespürt, dass ich unzufrieden war“, sagt der SC-Coach. Nach dem Seitenwechsel gerieten die Gastgeber aber aufgrund einer gelb-roten Karte gegen Roman Hatzenbühler (57. Minute) in Unterzahl und verloren am Ende mit 0:6.

Wir hatten die Hosen voll.

Chrisovalantis Chalkidis, Trainer des SC Hermaringen

Chalkidis bemängelt die Art und Weise, wie seine Mannschaft aufgetreten ist. „Das hat mir gar nicht gefallen. Wir waren ein komplett anderes Team als am Sonntag gegen die TSG Giengen.“ Da hatten die Hermaringer einen deutlichen 6:1-Heimsieg gefeiert. „Wir hatten die Hosen voll“, wählt der Bolheimer durchaus drastische Worte. „Wir haben gegen Türkspor nicht das gezeigt, was wir gegen Giengen gezeigt haben, was in uns steckt. Das war Angsthasenfußball. Angst beim Fußball? Das gibt’s doch nicht!“

Das gibt's doch nicht: Nach einem Fehler der Türkspor-Hintermannschaft hob Hermaringens Philipp Häberle den Ball am leeren Tor vorbei. Foto: Rudi Penk

Natürlich habe Türkspor Heidenheim eine enorme Qualität, betont der Hermaringer Trainer, um auszuführen: „Wir haben aber auch Qualität. Diese haben wir aber nicht auf den Platz gebracht. 20 Minuten gut mitzuspielen, bringt nichts. Ein Spiel geht über 90 Minuten.“

Kurios: Von Denis Werner gibt es anerkennende Worte. „Das hört sich vielleicht komisch an. Aber Hermaringen hat eine richtig starke Mannschaft. Für mich gehören sie zu den Top fünf Teams der Liga“, so der Türkspor-Coach, der aber anfügt: „Wir haben 110 Prozent gegeben. Da können meine Jungs sehen, dass uns dann keine Mannschaft schlagen kann.“

Konzentrierter Blick: Hermaringens Chrisovalantis Chalkidis (vorne Co-Trainer Dieter Adler). Foto: Rudi Penk

Während Türkspor Heidenheim in der Kreisliga A3 am Sonntag gegen die Sportfreunde Fleinheim gefordert ist (15 Uhr), hat der SC Hermaringen spielfrei. Die Partie bei der SG Niederstotzingen/Rammingen wurde auf Wunsch der Gastgeber auf Donnerstag, 18. September, verlegt (18 Uhr). Das bedeutet: Sein nächstes Ligaspiel bestreitet der SC Hermaringen am Sonntag, 7. September, zu Hause – gegen Türkspor Heidenheim. Trainer Chrisovalantis Chalkidis formuliert es folgendermaßen: „Wir haben das Glück, dass wir als Nächstes wieder gegen Türkspor spielen.“ Im Hinterkopf hat er folgendes: Dann können seine Spieler zeigen, dass sie eben keinen Angsthasenfußball spielen.

Kapitän Sven Killgus kehrt zurück

In zwei Spielen (gegen die TSG Giengen in der Liga und Türkspor Heidenheim im Bezirkspokal) musste der SC Hermaringen auf Sven Killgus verzichten (Urlaub). Im nächsten Spiel ist der Kapitän wieder dabei.  

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