Jubiläum! Endlich! Zuletzt wurde der Albpokal 2019 ausgetragen. Nun steigt – nach zwei Jahren Pause aufgrund der Coronaviruspandemie – die 50. Auflage des Fußballturniers, an dem Teams von der Alb teilnehmen, am Wochenende in Gussenstadt (Spielplan siehe Infokasten). „Der Albpokal hat eine große Tradition und genießt einen Sonderstatus“, sagt Philip Rothofer, Trainer des gastgebenden TSV. Der 35-Jährige weiß auch, dass die Organisation der Großveranstaltung eine Herausforderung ist. Schließlich treffe sich die Großgemeinde Gerstetten an zwei Tagen auf dem Sportplatz, wie Rothofer es formuliert.

Ran an den "Pott": Welche Mannschaft holt sich bei der 50. Auflage den Albpokal?
Ran an den „Pott“: Welche Mannschaft holt sich bei der 50. Auflage den Albpokal?
© Foto: Rudi Weber

Und wie ist der sportliche Wert des Wettbewerbs, bei dem die Mannschaften des VfL Gerstetten, der SG Heldenfingen/Heuchlingen, des TSV Gussenstadt und des TSV Altheim jeweils gegeneinander spielen, einzuschätzen? „Es ist ein Prestigeturnier. Jeder Trainer, der sagt, dass er nicht seine beste Elf spielen lässt, lügt“, sagt Rothofer unmissverständlich.

Die Sache mit dem Teufel

Und wer ist der Favorit? Für den Gussenstadt Coach ist es ganz klar der VfL Gerstetten. „Es muss schon mit dem Teufel zugehen, wenn Gerstetten nicht gewinnt. Die werden das Ding holen.“ Rothofer spielt dabei auf den „brutal guten Kader“ des VfL an. Die Gerstetter haben sich unter anderem durch Denis Werner verstärkt, der vom Oberliga-Absteiger Dorfmerkingen kam.

Lief für den VfL Gerstetten im Testspiel gegen Neenstetten auf: Denis Werner.
Lief für den VfL Gerstetten im Testspiel gegen Neenstetten auf: Denis Werner.
© Foto: Rudi Penk

Dieser werde allerdings, wenn überhaupt, erst am Sonntag, 24. Juli, zum Einsatz kommen, sagt wiederum Patrick Bartak, Trainer des VfL Gerstetten. Nach einem grippalen Infekt lief Werner am Mittwoch knapp 60 Minuten im Testspiel gegen Neenstetten (4:1) zum ersten Mal im VfL-Trikot auf. „Bei allem Prestige wollen wir auch nicht übertreiben“, erklärt Bartak. „Wir befinden uns in einer anstrengenden Phase der Saisonvorbereitung. Trotzdem sind wir sehr dankbar über diese Tests mit Pflichtspielcharakter.“

Ähnlich sieht es Daniel Mack. „Für die Zuschauer, die Ortschaften und auch für meine Co-Trainer ist der Albpokal schon ein Highlight“, so der Coach der SG Heldenfingen/Heuchlingen.

Bloß nicht verletzten

„Aber aus der Sicht eines Trainers sehe ich auch die Belastung durch die drei Spiele an zwei Tagen. Zudem ist es immer noch sehr warm. Ich hoffe, dass alle ohne Verletzung bleiben.“ Und was ist mit dem Pokal? „Natürlich werden wir schon versuchen, ihn zu holen“, fügt Mack an.

Patrick Schwarz (am Ball) wird dem TSV Gussenstadt lange fehlen.
Patrick Schwarz (am Ball) wird dem TSV Gussenstadt lange fehlen.
© Foto: Oliver Vogel

Apropos Verletzungen: Gussenstadt muss nicht nur an diesem Wochenende, sondern wohl die gesamte Saison ohne Patrick Schwarz (in der abgelaufenen Spielzeit 17 Tore und acht Vorlagen in 22 Einsätzen) auskommen. Im letzten Spiel der vergangenen Saison verletzte sich der 27-Jährige gegen Fleinheim ohne gegnerische schwer am Knie. Diagnose: Kreuzbandriss, dazu Außenband und Innenband sowie Knorpel beschädigt. Inzwischen wurde Schwarz operiert.

Ein Gussenstadter Turniersieg? Utopisch!

Ein schwerer Schlag auch für das Team des TSV Gussenstadt. Trainer Rothofer schaut aber nach vorne. Schließlich hätten die Neuzugänge Kevin Damrose (von Türkspor Heidenheim), Kevin Ihlenfeld (AC Milan Heidenheim) oder Tobias Mauthner (SG Heldenfingen/Heuchlingen) „wie eine Bombe eingeschlagen“. Auch die vier jungen Spieler aus der A-Jugend könnten eine große Verstärkung werden. Gibt’s dann einen Pokalsieg? „Das ist utopisch“, sagt Rothofer. Aber träumen darf man ja . . .

Der Spielplan beim Albpokal


Am Samstag geht es mit der Partie SG Heldenfingen/Heuchlingen gegen den TSV Altheim los (16 Uhr). Danach treffen der VfL Gerstetten und der TSV Gussenstadt aufeinander (17.15 Uhr).

Am Sonntag geht es um 10.15 Uhr weiter (Heldenfingen/Heuchlingen gegen Gerstetten). Danach stehen sich im Laufe des Tages Gussenstadt und Altheim (11.30 Uhr), Gerstetten und Altheim(14.45 Uhr) sowie Gussenstadt und Heldenfingen/Heuchlingen (16 Uhr) gegenüber. Gespielt wird jeweils 2x30 Minuten.