Neresheim / Max Wanner Dass der Außenseiter SV Neresheim gegen Ebersbach 3:1 gewinnen könnte, hätte wohl niemand gedacht. Ob das am neuen Trainer liegt?

Der Fußball-Landesligist SV Neresheim musste daheim unter dem neuen Trainer Manfred Raab gegen den Tabellenzweiten aus Ebersbach ran. Die Ebersbacher hatten in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile und ließen immer wieder ihre spielerische Klasse aufblitzen. Bis zum Strafraum war das Spiel der Gäste ansehnlich, doch dort war meistens Endstation. Die Neresheimer setzten zwar nur punktuell offensive Nadelstiche durch Konteraktionen, doch in der Defensive standen sie stabil. Lediglich einmal wurde es in der ersten Halbzeit richtig brenzlig, als Mader eine Flanke mit der Brust abnahm und sein Schuss, noch von Hajtic abefälscht, nur knapp am Tor vorbeirauschte.

Nach einer eher ereignisarmen ersten Halbzeit überschlugen sich in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit allerdings die Ereignisse. Nachdem Denis Werner nach einem Dribbling auf der rechten Seite nur mit einem Foul gestoppt worden konnte, brachte er danach den Freistoß selbst punktgenau in die Mitte, wo Lukina einköpfen konnte. Nur zwei Minuten später schickte Knaus mit einem langem Diagonalball Amir Werner auf die Reise, der eine Unachtsamkeit in der Defensive nutzte, den Torhüter umkurvte und zum 2:0 einschob.

Weitere zwei Minuten später dann die Antwort des Favoriten: Nach einem Eckball, den die Neresheim zunächst klären konnten, kam der eingwechselte Uluköyli aus 18 Metern zum Schuss und verkürzte. In einer jetzt deutlich offener geführten Partie dauerte es aber wieder nicht lange, bis die Neresheimer den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellen konnten.

Nach gutem Zuspiel von Amir Werner ließ Marianek noch einen Verteidiger stehen und schloss dann unhaltbar zum 3:1 ab.

Der SV Ebersbach versuchte danach, den Druck zu erhöhen, doch die Hausherren verteidigten leidenschaftlich und blieben die gefährlichere Mannschaft. Die Gäste rannten zwar unermüdlich an, doch wirklich gefährlich wurde es nur noch einmal, als ein Gästestürmer den Ball volley nahm und abzog, aber gegen den Pfosten schoss.

Die besseren Chancen in der Schlussphase hatten die Hausherren. Zunächst lief Marianek alleine auf den Torhüter zu, scheiterte aber an dessen guter Fußabwehr. Kurz vor Schluss hatte auch der eingewechselte Dedic die große Chance, noch auf 4:1 zu stellen, doch sein Schuss strich knapp am langen Pfosten vorbei.

Am Samstag wartet die nächste große Aufgabe. Dann geht es zum nächsten Spitzenteam nach Oberensingen.

Nach der Trennung von Erdal Kalin wird der Landesligist SV Neresheim zukünftig von Manfred Raab betreut, der zuletzt den SV Wört coachte.

Nach nur neun Punkten aus neun Spielen haben die Vereinsverantwortlichen vor dem wichtigen Spiel in Neu-Ulm die Reißleine gezogen.

So spielte der SV  Neresheim

Aubele, Knaus, Lukina, Wanner, Hajtic, A. Werner (85. Lo Giudice), D. Werner (90.+1. Dedic), Bühler, Husic (89. Kleebauer), Joos, Marianek