Burgberg / Wolfgang Gentner Im Relegationsspiel gegen den SV Wört hat Kreisligist SC Hermaringen einen 0:3-Rückstand in einen 4:3-Endstand verwandelt und findet sich nun in der Bezirksliga wieder.

An dieses Spiel wird sich der SC Hermaringen noch lange erinnern. Nach einer dramatischen Partie lagen die Hermaringer nach einer guten halben Stunde 0:3 zurück, um dann in einer grandiosen zweiten Hälfte einen 4:3-Sieg daraus zu machen.

Vor großer Kulisse in Burgberg startete der SC ein wenig zu euphorisch und es fing in der zweiten Minute mit dem Lattenknaller durch Patrick Mair auch gut an. Doch schon der erste Angriff der Wörter führte zum Erfolg, als Patrick Heide gegen die zu hoch stehende Deckung des SC völlig freistehend das 0:1 markierte (4.). Nur zwei Minuten später forderten die vielen Hermaringer Anhänger nach dem Foul an Patrick Hahn vehement Elfmeter, doch die Pfeife der Schiedsrichterin blieb stumm.

Nach 34 Minuten drei Gegentore

Der SC Hermaringen zeigte sich nach wie vor überlegen und hatte auch seine Möglichkeiten, doch Wörts Torhüter Fabian Fuchs zeigte sich stets auf der Höhe. Stattdessen fuhr der Bezirksligist in der 24. Minute den nächsten Konter, Steffen Lingel wurde schön freigespielt und schloss zum 0:2 ab. Danach beorderte SC-Coach Roland Häge Johannes Röhrer ins Mittelfeld und Timo Stein rückte dafür zurück in die Viererkette. Diese Maßnahme zeigte auch bald Früchte, Röhrer machte gehörig Dampf, doch auch bei der Großchance von Lukas Staudenmeyer zeigte sich Wörts Tormann  von seiner besten Seite. In der 33. Minute wurde der SC dann noch einmal klassisch ausgekontert, diesmal war Manuel Gloning der Nutznießer und schob cool zum 0:3 ein.

Wichtiges Tor vor der Pause

Den Rest der ersten Hälfte zeigte Hermaringen dann eine tolle Reaktion, immer wieder brannte es im gegnerischen Strafraum, doch Fuchs schien unbezwingbar. In der 43. Minute war es jedoch soweit, als Florian Häberle einen Freistoß auf den Kopf von Röhrer zog und dieser aus acht Metern zum 1:3 erfolgreich war. Gleich darauf hatten Mair sowie Röhrer gleich im Doppelpack die Chance zu verkürzen, doch es blieb beim 1:3-Halbzeitstand.

Nach dem Wechsel startete der SC Hermaringen einen furiosen Sturmlauf und stand dazu gegen eine kräftemäßig abbauenden Gegner auch hinten bedeutend sicherer. Dieser Lauf wurde in der 54. Minute kuzr unterbrochen: Röhrer verletzte sich an der Schulter und wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Doch Hermaringen ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Nun trat auch immer wieder Patrick Hahn über links in Erscheinung, der mit seiner Schnelligkeit für viel Gefahr sorgte. Nach einem langen Ball verlängerte Hahn auf Patrick Mair und Hermaringens Torjäger sorgte in der 59. Minute aus kurzer Entfernung für den 2:3-Anschlusstreffer.

Hermaringen baut Druck auf

Danach drängte der SC vehement auf den Ausgleich und ließ den Wörtern kaum mehr Zeit zum atmen. In der 70. Minute rettete erst ein Abwehrspieler des SV Wört auf der Linie und auch der Nachschuss wurde noch im letzten Moment geblockt. Der bis dahin überragende Wörter Torhüter musste in der 76. Minute verletzt vom Feld, doch so langsam schien dem SC die Zeit davon zu laufen.

Die Abwehrschlacht des Bezirksligisten ging weiter und es dauerte bis zur 85. Minute, ehe Christian Caro nach einer Ecke zum Schuss kam und aus zehn Metern unhaltbar den 3:3-Ausgleich erzielte. Doch damit nicht genug, die Hermaringer drückten weiter aufs Gas und in der 89. Minute kannte der Jubel keine Grenzen, denn nach tollem Solo legte Tobias Zimmermann für Lukas Staudenmeyer ab und dieser schoss in Torjägermanier zum 4:3 ein. Noch war allerdings lange zu spielen, denn erst nach über acht Minuten Nachspielzeit und zwei brenzligen Situationen im SC-Strafraum war endlich Schluss und der Aufstieg in die Bezirksliga perfekt.

SC-Coach Roland Häge war natürlich nach Spielende überglücklich: „Die Moral meiner Mannschaft ist wirklich einmalig, einen solchen Rückstand noch aufzuholen, das spricht Bände. Ganz besonders muss ich unsere ganz jungen Spieler loben, die aufgrund unserer personellen Situation ins kalte Wasser geworfen wurden und ihre Sache ganz hervorragend gemacht haben. Und jetzt wird erstmal gefeiert.“

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Das Spiel in Namen und Zahlen

Hermaringen: Czichon – Zimmermann, Röhrer (56. Philipp Häberle), Florian Häberle, Mayer (86, Eberhardt) – Amthor, Caro, Stein – Lukas Staudenmeyer, Mair (90 +4 Färber), Hahn (71. Burkhardsmaier).

Tore: 0:1 Heide (4.), 0:2 Lingel (24.), 0:3 Gloning (33.), 1:3 Röhrer (43.), 2:3 Mair (59.), 3:3 Caro (85.), 4:3 Lukas Staudenmeyer (89.)

Schiedsrichter: Miriam Dreher aus Schwäbisch Gmünd

Zuschauer: 753