Oggenhausen / Edgar Deibert Mattheos Kentiridis folgt auf Michael Gruner.

Eine wenig erfreuliche Spielzeit liegt hinter den Fußballern des RSV Oggenhausen. In der Kreisliga B 5, der untersten Liga, belegten sie den letzten Platz. Allerdings gewinnt Markus Becker dem Verlauf der Saison durchaus auch positive Seiten ab. „Wir haben es geschafft, dass die böse 0 nicht steht und zudem sind wir unter 100 Gegentoren geblieben“, sagt der Abteilungsleiter im Hinblick darauf, dass der RSV im letzten Drittel doch noch gepunktet hat und es am Ende auch dank eines Sieges (gegen den AC Milan Heidenheim II) auf insgesamt fünf Zähler brachte.

Becker ist es auch wichtig, dass die Oggenhausener kein Spiel absagen mussten. Aufgrund der sportlichen Situationen wurde darüber spekuliert, ob der RSV für die kommende Saison überhaupt ein Team wird melden können. „Wir sind uns alle einig. Es geht auf jeden Fall weiter“, betont Becker.

Allerdings ohne den bisherigen Coach Michael Gruner. Dieser habe früh signalisiert, dass er aus beruflichen und privaten Gründe gerne aufhören würde, sagt Becker und betont, dass man einvernehmlich auseinandergegangen sei.

Neuer Coach kommt aus Herbrechtingen

Mit Mattheos Kentiridis hat Oggenhausen zudem einen neuen Trainer verpflichtet. Der 46-Jährige betreute in der Vorsaison den Ligakonkurrenten TSV Herbrechtingen, die ab der kommenden Spielzeit eine Spielgemeinschaft mit dem SV Bolheim eingeht. Ihm sei einige Spieltage vor Saisonschluss signalisiert worden, dass er nicht Trainer der neuen Spielgemeinschaft werde, sagt Kentiridis.

Zum RSV habe es bereits vor einigen Jahren Kontakte gegeben. Auch ist Kentiridis davon überzeigt, dass Oggenhausen durchaus einen Platz im Mittelfeld der Tabelle belegen könnte. „Ich bin kein Messias“, sagt der Herbrechtinger im Scherz, fügt aber an: „Die Mannschaft ist nicht so schlecht, wie sie dasteht.“ So hätte sein ehemalige Verein, die TSV Herbrechtingen, in Oggenhausen durchaus verlieren können (0:0).

Letztlich gehe es um Motivation, betont Kentiridis, der Erfahrung mit Teams hat, die in der Tabelle hinten stehen. So betreute er bereits auch den FC Ballhausen und den SV Mergelstetten II. Als aktiver Fußballer stieg der ehemalige Libero, der auch im defensiven Mittelfeld auflief, sowohl mit dem SV Heldenfingen als auch mit der TSV Herbrechtingen jeweils in die Bezirksliga auf. Wenn es personell eng wird, könnte er sich vorstellen, auch in Oggenhausen wieder die Kickschuhe zu schnüren, sagt Kentiridis.

So oder so, das Ziel für die kommenden Saison ist klar: Die rote Laterne abgeben.