Am letzten Spieltag vor der Winterpause mussten die Bezirksliga-Fußballer der SG Heldenfingen/Heuchlingen und der TSG Nattheim beim Derby bei unangenehmem Wetter und einer trüben Nebelsuppe ran. Rund 100 Zuschauer wagten sich trotz kühlen Wetters auf den Heldenfinger Sportplatz und verfolgten das Verfolgerduell der beiden Mannschaften, die beide offensiv stark sind.

Heldenfingen, in Bestbesetzung. spielte von Beginn an mutig nach vorn, Nattheim agierte zunächst zurückhaltend. In der 13. Minute ergab sich die erste Schusschance für Heldenfingens Baris Acikgöz, aber TSG-Keeper Tobias Franke schritt zu seiner ersten Glanztat der Partie und fischte den Ball aus dem unteren Eck. Sieben Minuten später dann aber die Führung für die Heimmannschaft: Nachdem der TSG-Keeper abgeschlagen hatte, landete der Ball bei Nico Hering, der aus 18 Metern abzog und unhaltbar für Franke die Führung erzielte. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt verdient, es dauerte eine knappe halbe Stunde, ehe die Gäste erstmals gefährlich vor dem Tor auftauchten. Patrick Brümmer kam ziemlich frei zum Kopfball, köpfte die Kugel aber neben den Kasten.

Zur Pause vertretbares Ergebnis

Bis zur 41. Minute passierte nicht mehr viel, dann aber gelang der TSG der Ausgleich: Nach einer Flanke von Tobias Hochholzner in den Strafraum konnte Maximilian Horsch am langen Pfosten aus kurzer Distanz einköpfen. Keeper Matthias Nannt kam zu spät, er kam erst an den Ball, als der schon über der Linie war. Mit 1:1 gings in die Pause, das Unentschieden war vertretbar, wenngleich Heldenfingen mehr Spielanteile vorzuweisen hatte.

Ein ganz anderes Bild ergab sich in der zweiten Hälfte. Es schien ganz so, als hätten die Nattheimer in der Pause eine ordentliche Ansprache von Trainer Maximilian Laible zu hören bekommen, jedenfalls kamen die Gäste bissig und kampfstark aus der Kabine. Die Chance zur Führung hatte die TSG in der 49. Minute: Nachdem Heldenfingens Christian Baur Nattheims Jens Baamann gefoult hatte, trat Fabian Horsch zum fälligen Elfmeter an. Schlecht geschossen war der nicht, Torhüter Nannt jedoch ahnte die Ecke und vereitelte das 2:1 für die TSG.

Insgesamt fair

Die Partie wurde daraufhin etwas ruppiger, typisches „Derbygeplänkel“, insgesamt aber blieb es fair. Nattheim drückte jetzt auf die Führung, erspielte sich immer wieder Chancen. Von den Hausherren war nicht mehr so viel zu sehen, in der 55. Minute versuchte es Hering, aber Franke hielt. Heldenfingen lauerte mehr auf Konterchancen, während sich Nattheim immer zwingendere Chancen erspielte. Obwohl die Mannschaft bis zum Schluss gefährlich geblieben war, reichte es nicht mehr zu einem zweiten Treffer.

Was sagen die Trainer?

Die Partie endete mit dem 1:1-Unentschieden, für Heldenfingen eher glücklich, für Nattheim angesichts der zweiten Hälfte ärgerlich. Trainer Laible war nicht begeistert, hatte es seine Mannschaft schließlich schon vergangene Woche verpasst, ihre Chancen zu nutzen. „Wenn man vorne nicht trifft muss man mit dem Punkt zufrieden sein, obwohl ich es eigentlich nicht bin“, so Laible. Vier bis fünf hundertprozentige Chancen hätte sein Team in Hälfte zwei liegengelassen, über die Heldenfinger sagte er, dass sie sich beim Torwart bedanken könnten.

Auch Heldenfingens Trainer Daniel Mack betonte die starke Leistung von Keeper Matthias Nannt: „Er hat uns den Punkt heute gerettet.“ Mack zeigte sich mit dem Punkt und den vergangenen Wochen überhaupt sehr einverstanden: „Wir sind nach einem schlechten Start jetzt das zwölfte Spiel ungeschlagen und haben uns 29 Punkte erkämpft. Wir können zufrieden in die Winterpause gehen.“

SG: Nannt, Pfeiffenberger, Arslanovic, Hering, L. Preßmar, Acikgöz (Hiller), Schmid (H. Preßmar), Baur (Koc), Rothfuß, Wirth, Usenbenz

TSG: Franke, Scherer, F. Horsch, Hochholzner, Baamann, Eichhorn, Zimmermann, M. Horsch, Klein, Brümmer (Fischer), Frank (Burr)