Das Derbys meistens ihre eigenen Gesetze haben betonte Gästecoach Bartak bereits vor der Begegnung. Trotz des Heimvorteils sah er seine Mannschaft in einer Ausenseiterrolle in der Begegnung. SG Trainer Mack warnte dagegen schon zu Beginn: Eine Gerstetter Führung wäre unbedingt zu vermeiden. Sonst sei nichts mehr zu holen.

Vor rund 300 Fans hatten die Hausherren bereits nach 30 Sekunden das 1:0 auf dem Fuß. Der Ball zappelte allerdings aber am Außennetz.

Im Gegenzug traf der Toptorjäger der SG Heldenfingen Heuchlingen Aczigöz die Latte. Die Duftmarken waren gesetzt. Das reifere Angriffspiel zeigten die Gäste in den folgenden Minuten, scheiterten aber oft am gut aufgelgten VFL-Keeper Tanjigora. Gerstetten suchte sein Heil aus einer kompakten Deckung heraus. Das Team versuchte die hochgewachsenen Angreifer Yoldas und Celic mit hohen Bällen zu versorgen. In der 34. Minute verwertete Yoldas eine hereingabe von Maier mit einem Seitfallzieher zur nicht unverdienten 1:0 Führung. Das Spiel blieb danach ausgeglichen. Gerstetten verteidigte gut und der SG fiel bis zur Pause nicht mehr viel ein.

Energisch kamen die Heldenfinger aus der Kabine. Im ersten Angriff trafen sie nur den Außenpfosten. Der Ausgleich blieb aus. Weiter retteten sich die Gäste mit guter Abwehrarbeit. Die Gäste konnten das Bollwerk nicht knacken.

Aus ihren Versuchen, ergaben sich aber immer wieder Kontermöglichkeiten für die Gastgeber. Stürmer Aczigöz ackerte und wurde oft nur durch Foul gestoppt, welche der teilweise überforderte Unparteiische aber weitestgehend übersah.

Yoldas und Kässmeyer hätten dann in der Schlussphase das Spiel nochmal fast entscheiden können. SG Trainer Mack setzte mit vier Stürmern in den letzten Minuten alles auf eine Karte und versuchte ein Tor zu erzwingen. Unter Anderem kehrte Markus Gassner, Aufstiegsgarant der letzten Saison, nach langer Verletzungspause aufs Spielfeld zurück.

Fünf Minuten vor Schluss warf der bis dahin Tabellenzweite alles nach vorne um wenigstens einen Punkt aus Gerstetten zu entführen. Auf beiden Seiten kochten gegen Spielende die Gemüter hoch. Am Ende schafften es aber die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber sich für die Pokalniederlage zwei Wochen zuvor zu revanchieren.

Nach dem Spiel lobte VFL-Trainer Patrick Bartak die Mannschaftsleistung seiner Jungs. „Eigentlich hätten wir ein bis zwei Tore höher führen müssen“, resümierte der sichtlich gelöste Gerstetter Coach. Seinen Torhüter hob aus der Mannschaftsleistung heraus.

SG Trainer Daniel Mack haderte mit der Chancenverwertung vor allem in den ersten 30 Minuten. „Da müssen wir in Führung gehen“, sagte der angefressene Coach der SG. Zudem sah er den Unparteiischen oft nicht auf der Höhe. Am Ende sprach Mack auch den straffen Zeitplan an. Es könne nicht sein, dass man Freitag und Sonntag Ligaspiele ansetzt, so Mack.