Über Fußball fachsimpeln? Die heißen Transfers der kommenden Saison kommentieren? Oder ganz einfach den Pressevertreter nach dem Wie und Warum fragen? Das konnten die Vereinsvertreter im Rahmen der Bezirkspokalauslosung sehr gut machen.

Zudem wurden im Saal des SC Hermaringen auch die Sieger der Fair-Play-Wertung für die vergangenen Saison geehrt. Und ja, Jürgen Pröbstle (Heidenheimer Volksbank) und Thomas Wiedenmann (Volksbank Brenztal) hatten auch symbolische Schecks für die sechs Erstplatzierten dabei. Wiedenmann hob die Leistung des RSV Oggenhausen besonders hervor. Es sei ein schönes Zeichen, dass die Oggenhausener nicht nur das fairste Team stellten, sondern auch sehr erfolgreich spielten und als Meister in die Kreisliga A 3 aufgestiegen sind. „Es ist schön, wenn man mal nicht nur auf Punkte und Tore guckt, sondern auf die Fairness“, fügte Jens-Peter Schuller an.

Vor knapp 1000 Zuschauern

Der Bezirksspielleiter leitete zur Pokalauslosung über und hob die Attraktivität des Wettbewerbs hervor. Schließlich wurden die beiden Finals (Frauen und Männer) an Christi Himmelfahrt vor knapp 1000 Zuschauern ausgetragen. Schuller sprach von tollen Spielen und einer schönen Kulisse, die als Anreiz dienen kann. Zudem sei der Pokalwettbewerb für die Vereine auch finanziell lukrativ. Schuller schloss mit einem Scherz: „Ich wünsche ihnen allen ein Heimlos. Und ich verspreche ihnen, dass dieser Wunsch in 50 Prozent in Erfüllung geht.“

Denn aus dem Raum Heidenheim nehmen dieses Mal 31 Mannschaften am Wettbwerb teil (letztes Mal waren es 30). Das heißt, dass es 15 Paarungen gibt, ein Team hat ein Freilos. Wie in den Jahren zuvor bleiben die Vereine aus dem Raum Heidenheim in den ersten drei Runden unter sich. Erst ab der vierten Runde könnten sie auf Teams aus dem raum Aalen oder Gmünd treffen.

118 Mannschaften im Pokal

Insgesamt haben 118 Mannschaften aus dem Fußballbezirk Ostwürttemberg für den Bezirkspokal gemeldet. Neben den 31 Teams aus dem Raum Heidenheim sind es 47 aus Aalen und 40 aus Gmünd. Mit dem TV Neuler siegte im letzten Wettbewerb ein Team aus dem Aalener Raum. Mit der TSG Nattheim schaffte es eine Mannschaft aus dem Raum Heidenheim bis ins Halbfinale, wo sie dem TV Neuler im Elfmeterschießen unterlag.

Wer spielt im Bezirkspokal gegen wen? "Losfee" Christian Caro (links, Abteilungsleiter beim SC Hermaringen) mischte die Kugeln, Roland Wagner (Bezirk- und Pokalspielleiter Ostwürttemberg) verkündete die Mannschaften.
Wer spielt im Bezirkspokal gegen wen? „Losfee“ Christian Caro (links, Abteilungsleiter beim SC Hermaringen) mischte die Kugeln, Roland Wagner (Bezirk- und Pokalspielleiter Ostwürttemberg) verkündete die Mannschaften.
© Foto: Edgar Deibert

Im Saal des SC Hermaringen wurden von Abteilungsleiter Christian Caro die Paarungen gelost. Ähnlich wie beim DFB-Pokal lagen die Namen der Mannschaften in Loskugeln. Dabei durfte sich das Bezirksligateam der TSG Nattheim über ein Freilos in der ersten Runde freuen, da sie als 31. Mannschaft als letzte in der Lostrommel lag.

Der Knaller der ersten Pokalrunde ist allerdings das Duell zwischen den beiden Bezirksligisten FV Sontheim (stieg aus der Landesliga ab) und der TSG Schnaitheim. Alle weiteren Bezirksligisten treten auswärts an: Der VfL Gerstetten muss zum SV Mergelstetten (Kreisliga A 3), der AC Milan Heidenheim tritt bei der neugegründeten SG Niederstotzingen/Rammingen an, der SC Hermaringen beim SV Mergelstetten II und die SG Heldenfingen/Heuchlingen beim SV Söhnstetten.

Eine besondere Partie ist sicherlich auch die zwischen dem FV Sontheim II und den Sportfreunden Fleinheim. In der vergangenen Saison belegten die Sontheimer den zweiten Platz in der Kreisliga A 3, durften als Vizemeister allerdings nicht an der Aufstiegs-Relegation zur Bezirksliga teilnehmen, da die erste Mannschaft aus der Landes- in die Bezirksliga abgestiegen ist. Fleinheim rutschte daraufhin als Tabellendritter (setzte sich gegen Gussenstadt durch) in die Aufstiegs-Relegation. Genügend Gesprächsstoff ist im Fußball eben garantiert...