Der FFV Heidenheim zeigte beim Nachbarschaftsduell in Jungingen eine gute Leistung. Es entwickelte sich direkt eine temporeiche und kampfbetonte Partie. Die Heidenheimerinnen gingen spielerisch und taktisch clever zu Werke. Immer wieder konnte Neubrand die schnelle Schmid ins Szene setzen und über die rechte Seite für Gefahr sorgen. Zielspielerin Crnoja machte die Bälle fest und setzte ihre Mitspielerinnen ein. Logische Folge dieser Überlegenheit war in der 14. Minute das 0:1. Schmid war nur durch ein Faulspiel zu stoppen. Den fälligen Freistoß hämmerte Crnoja aus gut 25 Metern knallhart in den Winkel. Auch mit der rauen Gangart der Gastgeberinnen – Jungingen war am Ende mit drei gelben Karten gut bedient – kamen die FFV-Damen gut zurecht. So ging es mit einer hochverdienten Führung für den FFV in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit agierten die Gastgeberinnen druckvoller und erspielten sich Feldvorteile. Der FFV stand jetzt tiefer und verlegte sich auf schnelles Umschaltspiel. In der 60. Minute fiel der Ausgleich für den SV Jungingen. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau war der lange Ball und die Ablage in den Rückraum nicht mehr zu verteidigen.

Danach kam der FFV wieder deutlich besser ins Spiel. Die Gastgeberinnen konnten jetzt ihr hohes Tempo nicht mehr halten. Besonders über die linke Seite war Di Muro ständig gefährlich, doch bei deren Hereingaben fehlte zweimal die berühmte Fußspitze. In der 82. Minute hebelte Hörger mit einem Schlenzer die gesamte Junginger Abwehr aus, doch die gute Torspielerin siegte im direkten Duell gegen Szatzker. Keine zwei Minuten flankte Di Muro präzise auf Szatzker, aber auch hier konnte die Torspielerin blitzschnell den FFV-Sieg verhindern.

So blieb es beim 1:1, die Heidenheimerinnen konnten sich nicht für ihre gute Leistung belohnen. Mit dem Punktgewinn kann man aber dennoch gut leben, da die Mannschaft nach vier Spieltagen immer noch ungeschlagen ist.
FFV Heidenheim: Liber, Lederer, Neubrand, Bah, Schüßler, Di Muro, Schröm (68. Leonbacher), Hörger, Carola (58. Szatzker), Schmid, Crnoja