Auernheim / Thomas Jentscher Mit nur elf gelben Karten und ohne Platzverweis kam der Sieger durch die Saison und gewinnt den Fair-Play-Wettbewerb mit großem Vorsprung. Wer war es, der so fair spielte? Hier die Antwort:

Vorbildlicher geht’s kaum noch. Im 22. Jahr des Fair-Play-Wettbewerbs, den die Volks- und Raiffeisenbanken im Kreis Heidenheim sowie Heidenheimer Zeitung wieder gemeinsam veranstalteten, avancierten die Fußballer der Spielgemeinschaft aus Auernheim und Neresheim zu den absoluten Saubermännern im Kreis.

Keine rote Karte, keine gelb-rote und nur elf gelbe Karten in 22 Spielen – das ergab einen Quotienten von 0,5, den absoluten Spitzenwert im Fair-Play-Wettbewerb. „Geplant war das eigentlich nicht, es hat sich einfach so ergeben“, erklärt Spielleiter Alexander Maier. Umso größer ist nun die Freude bei der SG vom Härtsfeld, die in der zurückliegenden Saison Rang fünf in der Kreisliga B 5 belegte hatte.

Platz zwei geht nach Söhnstetten

Aber nicht nur Auernheim/Neresheim gebührt großer Respekt. Der SV Söhnstetten blieb in der Runde 2018/19 ebenfalls ohne Platzverweis und kam mit 34 gelben Karten in 30 Spielen auf einen Quotienten von 1,133. Damit waren die Söhnstetter minimal besser als Vorjahressieger SV Bissingen, der mit 23 gelben und einer gelb-roten Karte in 22 Spielen auf einen Wert von 1,182 kam und Platz drei belegte.

Zum Vergleich: In der Saison 2017/18 hatte Bissingen noch mit einem Quotienten von 1,208 den Fair-Play-Wettbewerb gewonnen. Als Meister der Kreisliga B5 sind die Bissinger wieder das beste Beispiel dafür, dass Fairness auch zum sportlichen Erfolg führt.

Vierter wurde die TSG Nattheim II mit einem Quotienten von 1,364 und dahinter gab es ein Novum: Mit jeweils 42 gelben und einer gelb-roten Karte in 30 Spielen liegen die SF Fleinheim und der FV Sontheim II exakt gleichauf, es werden also erstmals sechs Mannschaften geehrt.

Insgesamt setzt sich der erfreuliche Trend der vergangenen Jahre fort. Selbst der viertletzte des Wettbewerbs, der TSV Niederstotzingen, kommt noch auf einen ordentlichen Quotienten von 3,033. Nur die letzten beiden Teams fallen ab.

In insgesamt 894 Spielen (Vorjahr 976) zückten die Schiedsrichter nur noch 52 Mal die gelb-rote Karte. Vergangene Spielzeit waren es noch 68, in der Saison 206/17 sogar 94 „Ampelkarten“ gewesen. Die Anzahl der gelben Karten ging von 1878 auf 1686 zurück.

Nur gegen drei Vereine (Vorjahr 6) wurden Strafen wegen Verhalten neben dem Platz ausgesprochen, dabei gegen Milan II gleich fünf dieser Art. Bei Mergelstetten II und der TSG Gingen kamen also je fünf Strafpunkte dazu, beim AC Milan II 25.

Allerdings blieben in der zurückliegenden Runde nur drei Teams komplett ohne Platzverweis und die Zahl der roten Karten stieg wieder von 27 auf 38, was vor allem auf das Konto des TKSV Giengen und des AC Milan Heidenheim II geht. Immerhin: In der Saison 2016/17 waren es noch 46 rote Karten.