Die Aufregung in der Schlussphase des Derbys zwischen dem VfL Gerstetten und der TSG Schnaitheim war groß. Nach einer zuvor torlosen Partie entschied der Schiedsrichter in der 84. Minute auf Elfmeter für die TSG. Schnaitheims Luis May war nach einem Rempler im Gerstetter Strafraum zu Boden gegangen. Für den Unparteiischen war der Kontakt eindeutig genug, um auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Lars Schmidt nutzte die Gelegenheit und erzielte per Strafstoß den Siegtreffer zum 1:0.

Nach dem späten Gegentreffer saß bei VfL-Trainer Patrick Bartak der Schock tief. „Wir kontrollieren das Spiel über 90 Minuten und drücken in der zweiten Halbzeit auf das Tor, da ist es bitter, wegen einer Fehlentscheidung zu verlieren“, sagte er, gab sich aber auch kämpferisch: „Die Niederlage wirft uns nicht zurück, auch wenn ich die Punkte gerne mitgenommen hätte.“

TSG scheitert am Pfosten

Mit Blick auf den Spielverlauf ist die Aussage des VfL-Trainers gut nachzuvollziehen. In einem kampfbetonten Bezirksligaderby hatten beide Mannschaften ihre offensiven Momente. Vor rund 150 Zuschauern starteten die Gäste aus Schnaitheim stark: Nach nur zwei Minuten setzte Angreifer Lars Schmidt den Ball aus der Distanz auf die Latte, in der 27. Minute traf Matthias Kolb mit seinem Abschluss den Pfosten.

Fußball-Bezirksliga: TSG Schnaitheim gewinnt 1:0 gegen VfL Gerstetten

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In der Schlussphase der ersten Halbzeit drückten die Hausherren aufs Tempo – allen voran Denis Werner. Nach einer seiner Flanken verpasste Edis Yoldas freistehend den Führungstreffer, sein Kopfball ging am Gästetor vorbei.

VfL Gerstetten dominiert die zweite Halbzeit

Die zweite Halbzeit lebte dann vom Kampf und der Spannung. Die Gäste verteidigten leidenschaftlich und lauerten auf Konter – und hatten in zwei Situationen Glück. Ein vermeintliches Handspiel von TSGler Sebastian Störrle an der Strafraumgrenze blieb ohne Folgen. In der 73. Minute hatte der VfL die größte Chance in der zweiten Hälfte. Ein Zuspiel von Denis Werner setzte sein Bruder Amir aber nur an den Außenpfosten.

Die Drangphase des VfL wurde dann von dem Elfmeterpfiff unterbrochen und stellte den Spielverlauf in der zweiten Halbzeit auf den Kopf. Die Freude war bei den TSGlern dadurch aber nicht kleiner. Laut TSG-Abteilungsleiter Steffen Westhäuser sei die Elfmeterentscheidung zwar glücklich gewesen. „Wir sind kompakt gestanden und haben nicht unverdient gewonnen“, sagte er.

Nattheim

Namen und Zahlen zum Derby


VfL Gerstetten – TSG Schnaitheim 0:1 (0:0)
Tore: 0:1 Schmidt (84., FE)
VfL Baum – Güven (86. Manap), F. LoGiudice, Rramanaj (66. Coban), Eckardt, Kässmeyer, A.Werner (86. Lo Giudice), D.Werner, Yasar, Evrensel, Yoldas (66. Kulaksiz)
TSG Karnisky – Hommel (42. Jester-Zürker), Kloss, Lux, Braig, Eschweiler (77. Kümmel), Laible (84. Schäfer), May, Schmidt, Störrle, Kolb