17 000 Tickets sind schon weg. Weitere sollen im Lauf des Mittwochs folgen. Laut Schätzungen soll der Drittliga-Fan-Rekord der Leipziger (23 421 Fans gegen Hansa Rostock) am Mittwochabend fallen. Und das aus gutem Grund. Mit dem 1. FC Heidenheim ist am Mittwochabend, 26.März, ab 20.15 Uhr in der Red-Bull-Arena schließlich kein Geringerer als der amtierende Spitzenreiter der Liga zu Gast.

Schon jetzt ist klar: das Aufeinandertreffen der beiden herausragenden Mannschaften der dritten Liga wird ein Topspiel. Und falls nicht fußballerisch, dann auf jeden Fall punktetechnisch. Denn acht Spieltage vor dem Saisonende ist es enger geworden an der Tabellenspitze. Auch weil sich Heidenheim zuletzt eine Serie von drei sieglosen Spielen leistete und der Rasenballsport Leipzig seit dem Rückrundenauftakt nahezu keine Punkte liegen ließ, trennen die beiden führenden Teams in der Tabelle gerade noch sechs Zähler voneinander. Egal wie das Spiel ausgeht, der FCH bleibt also Erster. Allerdings würde der Vorsprung des Tabellenführers, der vor wenigen Wochen immerhin einmal stattliche 14 Punkte betrug, im Falle einer Niederlage bis auf drei Punkt zusammenschrumpfen.

RB's Ziel? Der Aufstieg - und dann die Bundesliga . . .

Heidenheims Gastgeber hat Großes vor. Und mit dem Energy-Getränke-Hersteller Red Bull einen finanzstarken Sponsor im Rücken. Das Saisonziel wurde dementsprechend offensiv formuliert und lautet: erst Aufstieg, dann Bundesliga – und zwar so schnell wie möglich! Für diesen geplanten Durchmarsch hat der Aufsteiger kräftig investiert. Mit Erfolg, wie der Blick auf die aktuelle Tabellensituation zeigt.

Der RB Leipzig ist in der Pflicht, will er seinen Plan weiter vorantreiben. Der Tabellendritte aus Darmstadt spielte am Dienstagabend bei den Stuttgarter Kickers zwar 0:0, bleibt Leipzig bei zwei Punkten Rückstand vor dem Spitzenspiel aber auf den Fersen. Finanzielle Mittel hin oder her, auf dem Platz zählt ja bekanntlich nur das fußballerische Können. Doch muss man sagen: auch das stimmt beim Tabellenzweiten, der sich nach sechs Siegen und einem Unentschieden - bei nur einem Gegentor - in Folge zurecht sehr optimistisch zeigt. Spielmacher Dominik Kaiser (25) etwa sagte: „Gegen Heidenheim erwartet uns zu Hause ein absolutes Highlight. Da müssen wir zeigen, dass wir aufsteigen wollen.“ Das Ergebnis aus dem Hinspiel, bei dem Kaiser selbst und Stürmer Daniel Frahn (immerhin 13 Saisontore) für den Leipziger 2:0-Sieg in der Voith-Arena sorgten, dürfte zusätzlich motivieren.

Selbstbewusste Leipziger, kleinlaute Heidenheimer

Im Heidenheimer Lager indes gibt man sich nach durchwachsenen Leistungen – wie etwa zuletzt im Heimspiel gegen Wacker Burghausen (1:0-Sieg) – und einer Ausbeute von fünf Punkten aus den vergangenen vier Spielen bescheiden. „Es ist vielleicht ganz gut, einmal nicht als Favorit in eine Partie zu gehen“, so Kapitän Marc Schnatterer. Der FCH jedenfalls ist gewillt, Punkte aus Leipzig mitzunehmen. „Ob es am Ende einer wird, oder gar drei, wird sich zeigen“, ergänzt Schnatterer.

Während Leipzigs Trainer Alexander Zorniger (46) auf die gelbgesperrten Stammspieler Joshua Kimmich und Sebastian Heidinger verzichten muss, stehen dem FCH bis auf Dennis Malura (Leistenprobleme), Michael Deutsche (Muskelfaserriss) und den beiden Langzeitverletzten Timo Beermann und Ingo Feistle alle Spieler zur Verfügung.

Info Einen Liveticker vom Drittliga-Spitzenspiel gibt es am Mittwochabend unter www.hz-online.de


Die Pressekonferenz vor dem Spiel: