Schnaitheim / Uwe Gobbers Eine furios aufspielende TSG Schnaitheim ließ im Derby gegen den SC Hermaringen keine Spannung zu. 6:1 endete die einseitige Partie.

Die Vorzeichen waren für beide Mannschaften ähnlich. Schnaitheim wartete seit sieben Wochen auf einen Dreier, da die gefürchtete Tormaschine um Kolb ins Stottern geraten war. Hermaringen siegte zuletzt Ende Oktober, ließ dafür aber mit einem 0:0 beim Landesligaabsteiger Bargau aufhorchen.

TSG-Trainer Patrick Bartak musste sein Team gegenüber der Vorwoche an einigen Stellen umbauen. Da Wegele verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stand, rückte Kirsch ins defensive Mittelfeld. Neben ihm lief Strahl statt Laible auf. Im Sturm kam Kardas anstelle von Schoger zum Einsatz.

Bei Hermaringen musste Coach Roland Häge auf die beiden Routiniers Staudenmeyer und Killgus sowie auf Caro verzichten. Für sie standen Hahn, Stegmaier und Färber in der Startelf.

Früh die Kontrolle übernommen

Auf dem engen Schnaitheimer Kunstrasenplatz waren die Verhältnisse schnell klar. Früh übernahm Schnaitheim die vollständige Kontrolle über das Spiel. Zwar warfen sich die Gäste tapfer in die Zweikämpfe, technisch waren die Hausherren aber klar überlegen. Die erste Kostprobe lieferte in der 10. Minute Braig, der mit einer 30-Meter-Diagonalflanke aus dem Halbfeld zielgenau Weireter fand. Der verdutzte Venghaus im SC-Tor zögerte einen Moment und Schnaitheims Linksaußen traf zum 1:0.

Vier Minuten später klingelte es erneut im Hermaringer Kasten. Braig behauptete in der 14. den Ball am Rand des Torraums und feuerte aus kurzer Distanz einen Drehschuss an Venghaus vorbei zum 2:0 in die Maschen.

Kurz vor der Pausenpfiff legte Thorsten Peichl nach. Nach einem Eckstoß für Schnaitheim landete die Kugel beim Außenverteidiger, der sie prompt ins lange Eck schlenzte. Venghaus sprang vergeblich – es stand 3:0.

Nach der Pause erarbeitete sich die TSG Schnaitheim fast schon im Minutentakt Chancen. Doch nachdem Braig und Weireter gescheitert waren, verkürzte Hermaringen plötzlich auf 3:1. Bei einem Eckball stand Häberle am langen Pfosten frei und schob gekonnt ein (57.).

Schnaitheim schien kurz verunsichert, fand dann aber wieder in die Spur. In der 67. Minute dann konnte Kolb seinem Manndecker Mayer entwischen und auf den gerade eingewechselten Dandl querlegen, der zum 4:1 ins leere Tor einschob.

Dieser Treffer brach den Widerstand des SC Hermaringen, der nur noch zusehen konnten, wie Schnaitheim nun aus allen Lagen auf das Tor schoss. In der Nachspielzeit gelang Kolb nach einem Eckball per Flachschuss das 5:1, kurz darauf dem ebenfalls eingewechselten Djaiz per Kopf das 6:1.

Nach der Winterpause tritt Schnaitheim am 8. März bei der Verbandsligareserve von Hofherrnweiler/Unterrombach an, Hermaringen empfängt den SV Lauchheim.

Namen und Zahlen der Partie

TSG Schnaitheim: Karnisky, Hommel, Holz, Nietsch, T. Peichl, Weireter (71. Djaiz), Kirsch, Strahl (83. Laible), Braig, Kardas (64. Dandl), Kolb

SC Hermaringen: Venghaus, Eberhardt, Färber (76. Burkhardtsmaier), Stegmaier, Mayer, Mair, Stein (46. Krancher), Hahn (68. Eigner), Röhrer, P. Häberle, F. Häberle

Tore: 1:0 Weireter (10.), 2:0 Braig (14.), 3:0 T. Peichl (40.), 3:1 Häberle (57.), 4:1 Dandl (67.), 5:1 Kolb (90.+1), 6:1 Djaiz (90.+3)