Philipp Häberle, diesen Namen hatten vor dieser Spielzeit vermutlich noch nicht allzu viele Vereine auf dem Zettel. Immerhin, vier Tore und sechs Vorlagen gelangen dem 30-Jährigen vergangene Saison im Abstiegskampf für den SC Hermaringen, allerdings in 30 Spielen. Bereits sechs Mal getroffen (in nur zehn Spielen) hat er in der aktuellen. Woran das liegt? An einem cleveren Schachzug seines Trainers, Werner Stutzmüller. „Wir brauchten einen Stürmer. Und er hat einen gutenSchuss und ist stark im Kopfball. Also habe ich ihn vorne reingestellt“, erklärt dieser.

Erstmals mit Halbzeitführung

Und auch am Sonntag, im Bezirksliga-Heimspiel gegen die TSG Schnaitheim, zahlte sich die Umfunktionierung des ursprünglichen Defensivspielers, der seit Jahren für den SC spielt, aus. Bereits nach vier Minuten brachte der Neu-Stürmer, der längst auch Hermaringens Top-Torjäger ist, seine Mannschaft mit einem schönen Schuss ins lange Eck in Führung, die bis zur Pause Bestand hatte. „Das war gut“, lobte Stutzmüller die erste Halbzeitführung seines Teams in dieser Runde.

Auf die Frage, ob das Gegentor in der 61. Minute nicht ärgerlich gewesen sei, antwortet er: „Ich kenne unsere Grenzen.“ Und weiter: „Wenn man die 90 Minuten sieht, war ich nach dem Abpfiff sehr froh, dass es nicht noch komplett gekippt ist.“ Denn nach dem Ausgleich der Schnaitheimer, für den Markus Schoger eine schön herausgespielte Kombination über mehrere Stationen vollendete, hatten die Gäste gleich zwei hochkarätige Chancen. „Man hat auch hier wieder unser größtes Problem gesehen: Viele Spieler haben nicht die Fitness, um bis zum Ende mitzuhalten“, bemängelt Stutzmüller.

SCH tritt auf der Stelle

Während dem SC Hermaringen das dritte Remis im 14. Spiel nicht wirklich weiterhilft und der Abstand zu den oberen Tabellennachbarn mit sechs beziehungsweise sieben Punkten schon sehr deutlich ist, bleibt die TSG Schnaitheim bei zuletzt fünf geholten Punkten auch im dritten Spiel in Folge ungeschlagen.