Der Beginn der Adventszeit ist gleichbedeutend mit einer Fußball-Pause im Landkreis Heidenheim. Doch der Ball rollt auch nach dem Fest eine ganze Weile nicht mehr. Erst im März geht es in den Ligen der Herren-Mannschaften weiter. In unserem zweiten Teil des Hinrunden-Überblicks liegt der Fokus aber nicht der auf der Bezirksliga oder der A-Klasse, sondern auf der Kreisliga B 5 und den Reserve-Ligen. Außerdem gibt es eine kurze Bilanz zum Abschneiden der Teams aus der Nachbarschaft.

Kreisliga B 5

Für Aufsehen sorgte in der Kreisliga B 5 vor allem das Kopf-an-Kopf-Duell an der Tabellenspitze. Im Gleichschritt siegten der ASV Heidenheim und die TSG Giengen. Im direkten Duell setzten sich die Heidenheimer mit 2:1 durch. Weil es nach dem Schlusspfiff zu Rangeleien kam, bekam der ASV aber drei Punkte abgezogen.

Somit starten beide Teams punktgleich mit jeweils 24 Zählern in die Rückrunde. Hinter dem Spitzenduo klafft schon ein größere Lücke: Die SG Auernheim/Neresheim kassierte in ihrem letzten Spiel eine deutliche 1:4-Niederlage gegen die TSG und liegt bereits sechs Punkte hinter dem Spitzenduo. Dahinter reihen sich die TSG Schnaitheim II, die SG Heldenfingen/Heuchlingen II und die TSG Nattheim II ein.

In der Torschützenliste geht es ebenfalls eng zu. Das ASV-Duo Albin Maliqi und Fuad Sinani liegen mit jeweils zehn Treffern an der Spitze. Ebenfalls im Rennen um die Torjägerkrone sind noch Neo Fähnle (neun Tore/TSG Giengen) und Luca Ebert (Neun Tore/TSG Schnaitheim II).

Reserve B 5

Während die Teams in der Kreisliga B 5 bereits neun Partien absolviert haben, waren ihre Reservemannschaften in ihrer Staffel nicht gerade häufig im Einsatz. In ihrer Vierer-Gruppe liegt ebenfalls der ASV Heidenheim in Front, dahinter folgen die SG Niederstotzingen/Rammingen, die SG Auernheim/Neresheim und die TSG Giengen.

Reserve A 3

Deutlich Fleißiger waren die Reserven der Teams aus der Kreisliga A 3. Bis zu 13-mal waren die 13 Mannschaften in der ersten Saisonhälfte im Einsatz. Am besten schnitt dabei die SG Königsbronn/Oberkochen ab. Nicht nur bei der Anzahl an Punkten liegt sie vorn (29), auch beim Toreschießen war sie das Maß aller Dinge. Bereits 45 Mal durften die SGler zum Torjubel ansetzen und ließen gerade einmal sieben Gegentreffer zu.

Trotzdem ist dem Spitzenreiter gleich ein Trio auf den Fersen. Die Reserve des TSV Gussenstadt liegt nur zwei Punkte hinter dem Ligaprimus, die SG Burgberg/Hohenmemmingen folgt mit einem Zähler weniger. Und sollte der FV Sontheim, der in der Vorsaison den Meistertitel in der Reserve-Staffel einheimste, sein noch ausstehendes Spiel gewinnen, liegt man ebenfalls in Schlagdistanz auf den TSV. Im Verfolgerfeld reihen sich der FC Härtsfeld und der TV Steinheim ein.

Blick in die Nachbarschaft

Damit hätten die kühnsten Optimisten auf dem Härtsfeld wohl nicht gerechnet. Aber es ist Fakt: Der SV Neresheim ist in der Landesliga im Kreis der Aufstiegsaspiranten. In der Vorsaison hatte die Mannschaft von Trainer Andreas Mayer gegen den Abstieg gekämpft und diesen als Zehnter abgewendet, nun gehen die Neresheimer als Vierter in die Winterpause. Außerdem haben sie noch ein Spiel in der Hinterhand und können im Falle eines Siegs mit Spitzenreiter TSV Bad Boll gleichziehen.

Von den oberen Tabellenregionen weit entfernt ist die SpVgg Bachtal in der Kreisliga West (Bayern). Mit nur einem Sieg aus 16 Partien liegt der Aufsteiger abgeschlagen am Tabellenende. Für den Klassenverbleib bräuchte es ein mittleres Fußballwunder. Aber wann soll es sonst Wunder geben – wenn nicht in der Weihnachtszeit?