Heidenheim/Gerstetten / Thomas Jentscher In der Fußball-Bezirksliga kämpfen zum Abschluss am Samstag (15.30 Uhr) noch zwei Kreisvertreter gegen den Abstieg.

Spannung bis zum Schluss: Am letzten Spieltag der Bezirksliga Ostwürttemberg bestreiten der AC Milan Heidenheim und der VfL Gerstetten heute quasi „Endspiele“ um den Klassenerhalt.

Die Situation für die Schlussrunde: Neresheim steht bereits als Meister fest, ebenso Bettringen als Zweiter und Teilnehmer an der Aufstiegsrelegation. Am anderen Ende sind Ellwangen und Heuchlingen schon abgestiegen. Den weiteren Absteiger sowie den Teilnehmer an der Relegation machen Gerstetten (29 Punkte/-13 Tore), Wört (29/-29), Lorch (28/-23) und der AC Milan Heidenheim (28/-44) unter sich aus.

Die Gerstetter können sich also am Samstag mit einem Sieg über den TV Unterkochen auf direktem Weg retten. „Wir haben es jetzt selbst in der Hand“, freut sich Trainer Sebastian Knäulein, dessen Team vergangenes Wochenende mit dem Sieg in Neuler die Voraussetzung geschaffen hat.

Knäulein geht aber davon aus, dass der VfL gewinnen muss. Wört spielt gegen Dorfmerkingen II, für das es um nichts mehr geht und der Sieger des direkten Duells zwischen AC Milan und Lorch kommt ja auch auf 31 Punkte. Ein Unentschieden würde den Gerstettern also unter Umständen nicht reichen.

Mit einem Sieg alles klarmachen

„Wir schauen nur nach uns selbst und wollen mit einem Sieg alles klarmachen“, sagt Knäulein, weiß dabei aber, dass mit Unterkochen ein starker Gegner zu Gast ist. „Sie sind immer unangenehm zu spielen, stehen sehr kompakt und treten nach dem Gewinn des Bezirkspokals sicher auch selbstbewusst auf.“

Personell sieht es bei den Gerstettern gut aus. Zwar ist Torwart Denis Baum im Urlaub, aber mit Pierre Sirsninsch steht ein guter zweiter Keeper zur Verfügung und alle anderen Spieler sind mit von der Partie. Knäulein rechnet mit zahlreichen Zuschauern und hat den Klassenerhalt fest im Blick. Schließlich will man sich nach dem Aufstieg der SG Heldenfingen/Heuchlingen, der Knäulein auch im Namen des Vereins gratuliert, nicht das Alb-Derby in der kommenden Saison entgehen lassen.

Der AC Milan hat nur bei einem Sieg über Lorch noch die Chance auf den Klassenerhalt. Dann würden die Heidenheimer am Gegner vorbeiziehen und zumindest den Relegationsplatz erreichen. Sollten Wört oder Gerstetten nicht gewinnen, brächte ein Dreier sogar den direkten Klassenerhalt für den AC. Dementsprechend gibt es für Trainer Dusko Cuckovic nur eine Devise: „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen. In den letzten Wochen ist leider alles gegen uns gelaufen, nun kommt es auf dieses Spiel an.“

Der einzige Stürmer ist gesperrt

Probleme bereitet ihm die Offensive, der einzige „echte“ Stürmer ist noch gesperrt. Ansonsten sind aber wohl alle Mann an Bord – zumindest nach gestrigem Stand. Wie in Gerstetten, so rechnet Cuckovic auch am Samstag auf den Reutenen mit großem Zuschauerandrang. Allerdings nicht mit bedingungsloser Unterstützung. „Ich glaube, viele kommen, weil sie sehen wollen, wie wir absteigen.“

Meister Neresheim bestreitet zum Abschluss ein Heimspiel gegen Lauchheim, der Tabellendritte Nattheim hat noch den Zweiten aus Bettringen zu Gast, kann bei sechs Punkten Rückstand aber nicht mehr gleichziehen. Und auch die TSG Schnaitheim hat zum Abschluss Heimrecht, mit einem Sieg über Hofherrnweiler II kann das Team vielleicht noch einen Platz gutmachen.

Die Abstiegsregelung

Wie viele Mannschaften aus der Bezirksliga Ostwürttemberg absteigen müssen, hängt auch davon ab, wie viele aus der Landesliga herunterkommen. In dieser Saison erwischt es mit Bargau einen Verein, so müssen aus der Bezirksliga drei Teams direkt absteigen und der Viertletzte bestreitet ein Relegationsspiel gegen den besten Kreisliga-A-Vizemeister.

Sollte Bezirksliga-Vizemeister Bettringen noch auf die Relegation in die Landesliga aufsteigen, wäre wieder ein Platz frei. Dann würden im Nachhinein beide Teilnehmer der Kreisliga-Bezirksliga-Relegation einen Platz in der Bezirksliga bekommen, es bleibt trotzdem bei drei direkten Absteigern.