Noch ohne eigenen Treffer

0:5-Niederlage gegen SC Geislingen: Der FV Sontheim ist noch nicht in der Landesliga angekommen

Der FV Sontheim hat in der Landesliga einen Fehlstart hingelegt. Bei der 0:5-Niederlage gegen den SC Geislingen war der Aufsteiger in der Offensive zu harmlos. Trotzdem gab es für Trainer Sebastian Knäulein doppelten Grund zur Freude:

Zweites Spiel, zweite Niederlage: Die Fußballer des FV Sontheim/Brenz haben den Start in die Landesliga mit zwei Pleiten und 0:8 Toren verpatzt. Während der Aufsteiger bei dem 0:3 in Sindelfingen zum Auftakt noch lange mithalten konnte, fiel die 0:5-Heimniederlage gegen den SC Geislingen trotz eines engagierten Auftritts deutlich aus. Positiv war am Sonntagnachmittag immerhin die Rückkehr von Bastian Matuschek und Jörgo Kentiridis nach langen Verletzungspausen.

Die Rahmenbedingungen auf dem Hülenberg waren optimal: rund 20 Grad, ein gepflegter Rasen und knapp 300 Zuschauer, die nach drei Jahren Abstinenz das Landesliga-Comeback ihres Teams sehen wollten. Auch die Geislinger waren nach dem 1:2 gegen den SV Böblingen mit Druck angereist.

In der Anfangsphase wirkten die Gäste zwar ballsicherer, doch zwingende Chancen gab es zunächst nicht. Das änderte sich im Lauf der Partie: In der 39. Minute erzielte Geislingens Kapitän Malik Eyüpoglu nach einem Eckball per Kopf das 0:1 – aus Sontheimer Sicht begünstigt durch ein nicht geahndetes Foul am Keeper Tom Ebert. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte FV-Kapitän Daniel Gentner per Seitfallzieher die große Möglichkeit zum Ausgleich, scheiterte jedoch an der SC-Abwehr.

FVS kann dem Tempo der Geislinger in der zweiten Hälfte nicht standhalten

Nach Wiederanpfiff blieben die Sontheimer kämpferisch, doch fehlte es bei den Offensivaktionen an Präzision. Der SC Geislingen nutzte die eigenen Möglichkeiten konsequenter: In der 52. Minute erhöhte Mert Özdemir nach einem Solo auf 2:0. Nur sieben Minuten später musste Abwehrchef Joshua Leoff verletzt ausgewechselt werden.

Die Gäste nutzten die Unordnung sofort, Arsim Istrefi traf zum 3:0. Trainer Sebastian Knäulein reagierte mit offensiven Wechseln, brachte Kentiridis und Jakob Gläser, um neue Impulse zu setzen. Chancen zum Anschlusstreffer waren da, genutzt wurden sie aber nicht. Stattdessen sorgte Marvin Mayer in der 75. Minute per Kopf für das 4:0. Sontheim warf anschließend alles nach vorne, kassierte aber kurz vor Schluss noch das 0:5.

Die Niederlage fiel nach Spielanteilen etwas zu hoch aus, die Geislinger agierten jedoch cleverer und routinierter. Der SC verfügt über mehrere Spieler mit höherklassiger Erfahrung, die den Unterschied machten.

Rückkehr von Kentiridis und Matuschek macht Trainer Knäulein Hoffnung

Trainer Knäulein zeigte sich nach der Partie enttäuscht vom Ergebnis, aber nicht grundsätzlich von der Leistung seines Teams. „Wir haben verdient verloren, weil wir die Zweikämpfe nicht konsequent geführt und zu viele zweite Bälle abgegeben haben“, resümierte der 44-Jährige. Gleichzeitig mahnte er zur Ruhe: „Es war erst das zweite Spiel, wir müssen uns an die Liga gewöhnen. Wir schütteln uns und machen weiter.“ Besonders erfreut war er über die Rückkehr von Matuschek und Kentiridis: „Das war das einzig Positive heute. Wenn wir an unsere Leistungsgrenze gehen, ist es wichtig, in der Breite nachlegen zu können.“

Für die kommenden Aufgaben sieht Knäulein vor allem in der Defensivarbeit Verbesserungspotenzial. „Chancenlos waren wir nicht, aber wir müssen in den Zweikämpfen härter und konsequenter werden. Wenn wir ruhig weiterarbeiten, wird der Erfolg kommen“, zeigte er sich optimistisch. Die Sontheimer haben an diesem Samstag, 30. August, im Auswärtsspiel beim SV Waldhausen die nächste Chance, mit dem ersten Punktgewinn den letzten Tabellenplatz zu verlassen.

Namen und Zahlen zum Spiel

FV Sontheim/Brenz: Ebert im Tor; Gölz (74. Fanselow), Hörger, Kastler, Leoff (56. Walliser), Matuschek, Gentner, Oberling (59. Kentiridis), Schnürch (59. Gläser), Rembold, Yoldas

SC Geislingen: Sauter im Tor; Mayer, Niederberger, Roschmann (84. Schöll), Ziegler, Eyüpoglu, Sönmez, Volk, De Lucia (70. Ahmeti), Özdemir, D. de Lucia (46. Istrefi)

Jetzt einfach weiterlesen
Jetzt einfach weiterlesen mit HZ
- Alle HZ+ Artikel lesen und hören
- Exklusive Bilder und Videos aus der Region
- Volle Flexibilität: monatlich kündbar