Dettingen / Thomas Jentscher Die SG Volley-Alb schlägt den Tabellenvierten MTV Ludwigsburg II in einem mitreißenden Spiel nach Abwehr von drei Matchbällen mit 3:2.

Ob es noch zum Klassenerhalt reicht, wird sich zeigen, aber auch so war der 3:2-Sieg der SG Volley-Alb über die zweite Mannschaft des Regionalligisten MTV Ludwigsburg ein Beleg dafür, dass es bei der Spielgemeinschaft weiter geht, dass der Umbau gelingen kann.

Die Älbler bewiesen ungeheure Moral, holten immer wieder große Rückstände auf und entschieden schließlich vor nur knapp 100 Zuschauern in der neuen Dettinger Lindenhalle den Tiebreak mit 15:13 für sich.

Trainer Sascha Fennell (siehe Info) hatte wieder einige sehr junge Spieler im Aufgebot, darunter sogar zwei 16-Jährige. Die machten ihre Sache ausgezeichnet, Libero Felix Hehn stand in der Annahme weitgehend sicher und glänzte mit einigen Rettungstaten. Im Angriff setzte zunächst der erfahrene David Wörner die Akzente und sorgte dafür, dass der erste Satz bis zum 19:19 völlig ausgeglichen blieb. Etwas unglücklich geriet die SG dann mit zwei Zählern in Rückstand und konnte diese bis zum 23:25 nicht mehr aufholen.

Wende im zweiten Satz

Die routinierten Gäste schienen auf der Siegerstraße zu sein, im zweiten Durchgang gerieten die Hausherren schnell mit 2:6 in Rückstand. Dann griff der Block mit Fabian Dietz besser zu und Zuspieler Johannes Kamper gelang es öfters, Daniel Schwarz über die Mitte ins Spiel zu bringen. Gegen „Bärchens“ Schmetterschläge war dann meist kein Kraut gewachsen und nach dem 7:7-Ausgleich zog die SG Volley-Alb auf 13:9 weg. Es wurde noch einmal eng, aber Wörner und Ralph Klein hielten die Gäste auf Distanz, letzterer setzte mit einem mächtigen Schlag auch den Schlusspunkt zum 25:21.

Im dritten Abschnitt verloren die Älbler allerdings den Faden. Nun war keine Struktur mehr im Spielaufbau, immer wieder musste der zweite Ball aus der Not gespielt werden und so stand es schnell 1:6. Das Team kämpfte sich auf 8:9 heran, verpasste bei einem langen Ballwechsel fünfmal die Chance zum Ausgleich. Der gelang dann beim 16:16 doch, aber anschließend führten einfache Fehler wieder zu drei Punkten Rückstand. Am Ende stand ein ziemlich unnötiger 20:25-Satzverlust und es drohte eine klare Niederlage.

Vor allem, nachdem im vierten Durchgang aus einer 7:4-Führung ein 8:10-Rückstand wurde. In dieser Phase waren die Pässe einfach zu ungenau, so konnte man im Angriff keinen Druck erzeugen und bot Ludwigsburg immer wieder zweite und dritte Chancen.

Auch der Schiedsrichter sorgte nun für etwas Verdruss bei den Gastgebern und beim 15:20 schien das Spiel gelaufen. Aber die Älbler, allen voran Ralph Klein, kämpften sich über 17:20 wieder auf 20:21 heran. Nun unterliefen auch den Gästen einige Fehler. Wörner gelang mit einem raffinierten Ball der Ausgleich und dann wurde es dramatisch.

Matchbälle für Ludwigsburg

Beim 23:24 wehrte die SG einen Matchball ab, hatte kurz darauf selbst Satzball. Hier wurde ein technischer Fehler eines Ludwigsburgers nicht geahndet, so stand es wieder 26:26. Zwei weitere Matchbälle überstand die Spielgemeinschaft und erzwang schließlich doch noch mit 29:27 den Tiebreak.

Dieser begann mit einer 2:0-Führung, doch dann lief plötzlich gar nichts mehr zusammen. Ohne Druck im Angriff gerieten die Älbler über 2:4 und 5:8 mit 7:12 in Rückstand. Ludwigsburg war sich seiner Sache sicher und verlor nun etwas die Konzentration.

Die SG kämpfte, mit Wörner am Aufschlag und wichtigen Punkten von Schwarz in der Mitte gelang tatsächlich der 12:12-Ausgleich. Nach dem 13:13 packte Klein im Block zu und bescherte den ersten Matchball und dieser wurde auch gleich genützt. Mit einem weiteren Block sorgte Dietz für den begeistert gefeierten 15:13-Endstand. Die SG Volley-Alb bleibt zwar Schlusslicht der Oberliga, rückt mit diesem Sieg aber wieder näher heran.